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Mirko

Mirko

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#029: 24.04. – 30.04.: „Eine Woche mit Mini. Teil 1.“

Saturday, 21 May 2011 18:14 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00) | Written by Mirko

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Mini kommt vorbei und sie hat ein wohlaufgestellte Agenda mit im Gepäck, ungeachtet meiner Prüfung am Mittwoch. Aber das macht ja nichts, schließlich habe ich die letzte Woche dafür schon vorgelernt, das meiste eh schon gekonnt und überhaupt darf ich ja Englisch benutzen.

Nach Sonntag und Montag belanglosen Dingen in der Stadt fahren wir am Dienstag in nen Zoo am Fuße der Berge. Mit dem Bus kommt man auch schnell binnen knapp 2 Stunden dahin, mir wird also noch etwas Lernzeit gegönnt. Der Zoo bietet dann einiges aus der Tierwelt und gleicht zunächst einem Serengeti-Park, da man mit einem Käfigwagen durch die Gehege gefahren wird. Pandas sehe ich zu meinem Unmut leider nicht, zu dem Grund komme ich später.

Nach der Fahrt durch die Freilandgehege darf man sich selber frei bewegen, da wir aber leider schon etwas spät dran sind, sind die meisten Tiere in ihren Nachtbehausungen untergebracht und die sind dann im typisch chinesisch tierfreundlichen Stil eingerichtet. Nämlich gar nicht. Die Affen haben da eine riesige Freude vom Betonboden gegen die sterilen weißen Kacheln an den Wänden zu springen. Oder sie spielen sich einfach am Piepmatz rum und das permanent. Den anderen Tieren geht es übrigens nicht anders.

Am Mittwoch ist dann die Prüfung recht schnell hinter mich gebracht, auch deshalb, weil ich doch durch ein leicht schlechtes Gewissen schon um fünfe in der Früh aufgestanden bin. Anschließend wird mir etwas Ruhe gewehrt, bevor wir den Bus Richtung Huashan nehmen. Huashan, da war doch was. Richtig, den bin ich schon hochgeklettert und hatte mir eigentlich gesagt, dass ich mir das nicht noch einmal antun würde. Und wenn doch, dann auf keinen Fall mit großem Rucksack. Aber was tut man nicht alles für die Frauen.

 

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#028: 21.04. – 23.04.: „Anfangsdepressionen überstanden.“

Saturday, 21 May 2011 18:13 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00) | Written by Mirko

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Mir ist aufgefallen, dass ich in letzter Zeit sehr viel geklagt habe. Damit soll jetzt aber Schluss sein, habe ich mir gesagt. Meine Depressionen ob einiger Missstände und Unzulänglichkeiten in der ersten Zeit gehören von nun an der Vergangenheit an, ich nehme alles so hin, wie es ist und dann läuft das schon.

Denn es ist Frühling. Bzw. eigentlich Sommer. Jetzt so richtig. Es ist nicht mehr zu kalt in der Wohnung, ich habe keine Erkältung mehr, die Vögel zwitschern manchmal gar lauter als der Baustellenlärm (den ich schon gar nicht mehr registriere, nicht einmal in der Nacht), die Damen tragen endlich wieder Röcke und keine dicken Pullover mit Teddybären drauf mehr, ich habe einen Überblick über meine Pflichten hier, einen Schreibtisch im Master-Studentenbüro, an dem man bequem arbeiten kann und überhaupt, schlechte Laune passt mir gar nicht so in den Kram.

Soll heißen: Läuft!

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#027: 14.04. – 20.04.: „Vortragsvorbereitungen, was dazwischen kommt und ein Vortrag.“

Saturday, 21 May 2011 18:13 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00) | Written by Mirko

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Dongguan und Shenzhen sind zwar Geschichte, stecken dennoch in diesen Tagen noch etwas in den Knochen. Passt mir aber gar nicht in den Kram, denn wir müssen noch einen Vortrag auf Chinesisch vorbereiten, bis Montag. Da gilt es also keine Zeit zu verlieren.

Zeit verlier ich dennoch. Und nicht zu knapp. Denn am Donnerstag ruft gleich eine Bachelor-Studentin an und erklärt mir, dass wir für mein Projekt und ihre Thesis einen Versuch machen müssen, und zwar noch in selbiger Woche. Was genau, das weiß sie eigentlich auch nicht so richtig und für mich sind die Daten auch erst im nächsten Semester relevant, aber selbstredend muss ich dabei sein, sie würde das am Freitag einfach mal klären und mir dann mitteilen.

Freitag klingelt das Telefon dann um 8h15 mit der Aufforderung, ich müsste in zehn Minuten beim Prof auftauchen zwecks Versuch. Ja gut, bin ja eh schon wach. Dort angekommen fehlt natürlich der Prof. Und er fehlt für eine Stunde, geht auch nicht an sein Telefon, aber wir werden vertröstet, dass er noch kurz (shì, Erledigungen – die ultimative Entschuldigung für alles) hat. Als das dann beendet ist, dürfen wir für einen Andruckversuch Farbe aus dem 6. Stock holen. 6. Stock hört sich jetzt nicht sooo hoch an, aber da es sich um ein altes Gebäude handelt mit hohen Decken ist das schon ne ganz schöne Anstrengung. Anschließend warten wir auf einen weiteren Prof. Aber auch er hat, so ca. zwei Stunden.

Aber auch die sitzen wir brav ab, bevor er dann die junge Studentin zur Sau macht, weil sie nun wahrlich nichts vorbereitet hat und trotzdem einen Versuch machen will. Geht so selbstredend nicht. Ich stimme ihm voll und ganz zu. Er drückt uns die Bedienungsanleitung der Maschine in die Hand und erwartet uns am folgenden Mittwoch wieder.

Prima, für diese Auskunft war ich nun über drei Stunden unterwegs. Drei Stunden, die mir bei der Vortragsvorbereitung fehlen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass ich dafür am Abend länger ran muss. Und am Samstag. Und am Sonntag. Und auch noch am Montagmorgen.

Und dann beginnt der Ernst. Wer mich kennt, der weiß, dass Vorträge nicht sooo mein Ding sind. Da scheut der Magen Nahrung und für die Schweißdrüsen herrscht Hochkonjunktur. Ich muss kurz vorm Vortrag noch mein Hemd wechseln, Schwarz passt in dieser Situation besser als Grau.

Nach drei kläglichen Anläufen ist dann der erste Satz über die Lippen geflutscht und die Stimme einmal in die Höhe, aber anschließend läuft es dann doch ganz flüssig. 40 Chinesen scheinen mein Chinesisch auch zu verstehen, hervorragend. Ist letztendlich doch nicht sooo schwer.

Zwei Tage später, am Mittwoch, ist dann mal wieder Stromausfall. Für 12 Stunden. Ist auch vorher angekündigt, die Studentin hielt es dennoch nicht für nötig, den Prof mal zu fragen, wie das dann mit dem Versuch aussähe. Mir ist es eigentlich klar, aber da ich sowieso gerade schon in der Nähe bin, warte ich einfach mal wieder ne Stunde vor dem verschlossenen Gebäude, bis ich sie endlich dazu bekomme, den Prof mal kurz anzurufen um die letzten Zweifel auszuräumen, dass auch so eine Andruckmaschine seine Stromversorgung braucht. Der Versuchstermin wird in der nächsten Woche neu besprochen.

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Mal zwischendurch was aus der Welt des Bieres.

Saturday, 21 May 2011 18:12 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00) | Written by Mirko

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„Das Superwetter belegt einmal mehr, dass der Sonnengott unser bester Verkäufer ist“, schildert Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes. Der Start ins Jahr 2011 sei für die Branche zwar recht ordentlich gewesen. Angesichts der sinkenden Einwohnerzahl in Deutschland geht er aber nicht von Wachstum für das Gesamtjahr aus. Wahrscheinlich sei ein erneuter leichter Marktrückgang von 1 bis 1,5 Prozent.

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Da muss ich mich wohl schuldig bekennen... Es tut mir leid!

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#026: 11.04. – 13.04.: „Als Studenten auf Klassenfahrt.“

Saturday, 21 May 2011 18:11 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00) | Written by Mirko

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Nach drei Tagen Dongguan sind die nächsten drei in Shenzhen angesetzt. Shenzhen, und da zitiere ich jetzt mal eine Chinesin um niemanden unrecht zu tun, ist so geprägt: Shenzhen war ein kleines Fischerdorf, bevor ein ehemaliger Präsident es 1979 zum ersten „Open Spot" für ausländische Firmen in China deklariert hat. Der anschließende Aufstieg ist mit dem eines Bettlers zum Milliardär vergleichbar, viel Geld ohne jegliche Kultur.

Und auch wir wurden darauf hingewiesen, auf unsere Sachen aufzupassen, denn in Shenzhen würde niemand leben, dem nicht schon einmal etwas auf kriminelle Art und Weise abhanden gekommen sei. Das gelte übrigens für ganz Kanton.

Dementsprechend sollten wir auch bitte abends um elf Uhr wieder im Hotel sein und die Frauen nicht alleine rausgehen, erst recht nicht mit Taschen. Von 8 Damen kommen dann am ersten Abend aber dennoch 6 mit Täschlein zum Abendessen, was natürlich ein paar Sorgenfalten mehr auf die Stirn unserer Betreuerin wirft und als sie dann auch noch erfährt, dass die Damen anschließend ohne männliche Begleitung shoppen gehen und später ins Hotel zurückkommen, ist es wohl Zeit, die Zügel anzuziehen. Ab jetzt müssen wir jeden Abend um elf Uhr eine SMS mit dem Inhalt, dass wir im Hotel sind, schreiben. Ich schreibe jeden Abend, wenngleich der Inhalt nicht ganz der Wahrheit entspricht, bzw. ich schreibe meistens schon zwei Stunden vorher, wenn ich gerade mal im Hotel bin um mich für den weiteren Abend frischzumachen.

In Shenzhen stehen zunächst ein paar Firmenbesuche an. Zigarettenpackungsdruckereien stehen auf der Liste und die haben es definitiv drauf. China bietet nämlich den größten Zigarettenmarkt der Welt mit mehreren 100 Millionen Rauchern und da man hier auf viel BlingBling steht, sind diese Verpackungen zusammen mit Reisschnaps wohl die edelsten Verpackungen dieses Landes und die Druckereien können davon sehr gut leben. In einer dieser Druckereien findet der Boss, dass es wohl langweiliger für uns wäre, die Produktionslinien zu sehen und wir klettern zunächst lieber auf den Firmeneigenen Berg mitten auf dem Gelände, auf dem ein großer Brunnen mit buddhistischer Statue steht. Und bevor es zu ihm in die Villa zum Essen geht, ist natürlich der Besuch des Golfplatzes mit einigen Abschlagübungen, das Passieren des Pools so wie der eigenen Hühner- und Entenfarm Pflicht. Hier ist die Druckwelt definitiv noch in Ordnung!

Aber zurück zu Shenzhen und Guangdong und meinen Erfahrungen: Taxifahrer hier sind wahrlich Kleinkriminelle. Das gilt für die offiziellen Taxis, wo gerne mal der Zähler umgestellt wird, sodass die Einheiten runterrasseln, wie für die schwarzen Taxis. Hier handle ich zunächst einen Preis gut runter auf 15 RMB und will Richtung Messe, wo ich die anderen vermute. Diese sind aber ebenfalls mit dem Taxi irgendwo zum Essen hingefahren und übermitteln per Telefon die Adresse. Der Fahrer weiß bescheid, dann müsste ich aber draufzahlen. Ich willige die 20 RMB ein, woraufhin er kurz wendet, 250 Meter die Straße runterfährt und mich grinsend aufklärt, dass wir angekommen seien. Ich fluche ein bisschen und beschimpfe ihn der Schummelei, aber das weiß er ja selber. Und um der Dreistigkeit noch einen draufzusetzen, bekomme ich nur 70 RMB Wechselgeld, die anderen 10 rückt er nur widerwillig raus, nachdem ich ihm mitteile, dass er ein noch größerer Halsabschneider sei, als deutsche Taxifahrer.

Verkehr an sich ist hier auch so eine Sache. Denn was wirklich den Verkehr lenkt, sind keine Regeln oder Ampeln oder Schilder oder Polizisten, sondern es ist die eigene Hupe. Wenn es mal nicht weitergeht, dann stellt sich der Busfahrer auf die Hupe, gerne auch mal für drei Minuten, um sich dann in der vierten Minute auf die Schulter zu klopfen, denn man hätte ja wahrscheinlich viel länger gestanden, hätte er nicht gehupt. Der Verkehr nervt also sehr.

Und um auch noch einmal auf das Statement der Chinesin zurückzukommen bzgl. der Shenzhen'er Kultur: Natürlich haben die Kultur. Und zwar voll! Während alle anderen am freien Dienstag nach Hongkong rübermachen, besuche ich den Kulturpark, in dem nicht nur alle Minderheiten Chinas ausgestellt sind in ihrer „natürlichen" Umgebung (es gibt sogar Reiterkämpfe, nachgestellt), sondern auch sämtliche große Sehenswürdigkeiten Chinas in Miniaturansicht. Ich gehe soweit zu behaupten, dass ich jetzt alles von China gesehen habe und in den Sommerferien kein Geld für Reisen ausgeben muss.

Interessant, dieses Land! Und ehrlich gesagt ist der Park auch recht interessant.

Eine U-Bahn-Station weiter wäre übrigens das Window of the World, ein weiterer Miniaturenpark, in dem sämtliche Sehenswürdigkeiten der Welt ausgestellt sind. Aber so weit will ich nicht gehen. Sonst könnte ich ja quasi gleich sterben, wenn ich schon alles gesehen habe. Und das will ich auch nicht. Nicht in Shenzhen.

Und um unserer Betreuerin noch Recht zu geben mit ihrer Besorgnis: Als ich aus dem Park zurückkomme und die anderen Herren der Schöpfung in einem Restaurant antreffe, sind die Damen natürlich nicht per Telefon zu erreichen. Denn in Hongkong hat man keinen Empfang. Sie haben es also tatsächlich geschafft, so lange zu shoppen, bis die Grenze zumacht. Zum Glück finden sie einen Hongkonger Taxifahrer, der sie irgendwie schwarz rüberbringt. Haben die ein Glück, dass es noch gute Taxifahrer gibt. Auch in und um Kanton.

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