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#037: 16.05. – 07.07.: „Semesterende vorm Semesterende.“

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#037: 16.05. – 07.07.: „Semesterende vorm Semesterende.“

Tuesday, 01 November 2011 13:14 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

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Neben sämtlichen Vorlesungen müssen wir in diesem Studium pro Semester ein individuelles Projekt durchziehen. Zu Semesterbeginn gab es deshalb ein Treffen mit den Rahmenbedingungen und den Themenvergaben, bei dem abgemacht wurde, dass Ende des Semesters ein Kolloquium mit den Projektergebnissen abgehalten werden solle. Soweit, so gut. Die Frage, wann Semesterende sei, wurde mit „Mitte Juli“ beantwortet.
Soweit so gut. Mitte Juni sind dann auch sämtliche Vorlesungen verlesen und in meinem Kopf war der Plan verfasst, mich ausschließlich um das Projekt zu kümmern, ein Monat Zeit sollte da locker reichen. Aber erst einmal kann man ja den Prachtbuben in Shanghai besuchen für geschmeidige acht Tage.
Dass diese dann aber im Stress verbracht werden (selbstredend nur im gedanklichen Stress, äußerlich lass ich mir da ja nichts anmerken), liegt am Telefonat, das mich am Flughafen erreicht. Dort heißt es, dass das Kolloqium in 1,5 Wochen stattfinden würde. Gut, acht Tage Shanghai… dann hätte ich am Ende noch zwei Tage für das Projekt. Is n büschn wenig, aber ich hätte ja in Shanghai Zeit und bin ein Meister im 10-Finger-Tippen. Dennoch bin ich verärgert, da es ja „Semesterende“ hieß und nicht „ein Monat vor Semesterende“. „Ja, aber muss man schon vorher abgeben, sonst kriegt man keine Note!“ Chinesische Spontanität und Termin-Einhaltung, wie ich sie liebe!
In Shanghai bekomme ich nicht wirklich viel hin, dafür dann wieder in Xi’an. Ich bereite meinen Prof mental darauf vor, dass ich einen Vortrag halten könnte, der auch die Ergebnisse widerspiegeln würde, allerdings noch keinen ganz fertigen Bericht abgeben könnte. Stößt bei unserer Betreuerin nicht ganz auf Begeisterung, weshalb das Kolloquium gleich um eine Woche verschoben wird. Das wär dann auch ganz praktisch, denn dann könnten wir das Ganze gleich auch noch der deutschen Delegation von unserer Hochschule vorstellen. Ich verfluche mich für meine voreilige Entschuldigung und den daraus folgenden Konsequenzen, denn da ich nicht wirklich ein Vortragsmensch bin, hätten mir vier chinesische Profs locker gereicht. Studiengangsleiter und Rektor unserer deutschen Hochschule brauch ich da nicht auch noch extra.
Letztendlich geht aber alles gut, mein Bericht wird länger als die meisten Abschlussarbeiten chinesischer Kommilitonen und die Ergebnisse sind auch mehr als befriedigend. Selbst der Vortrag läuft einwandfrei. Ich bin ein Teufelskerl. Und schwupps habe ich gleich mehr als zwei Wochen früher Semesterende.

#038: 08.07. – 21.07.: „Deutschlehrer Mirko.“
Über Umwege erreicht mich ein Anruf eines ehemaligen chinesischen Studenten unseres Studiengangs, der jetzt eine Aupair-Vermittlung leitet. Er hätte da acht Studenten und Studentinnen, die Deutsch lernen, leider fehle ihm Mitte Juli für acht Tage die Zeit, diese zu unterrichten und er hätte da gerne einen Deutschen, der für die Zeit den Unterricht leitet.
Schon wieder soll ich mich vor ne Klasse stellen. Ich habe eigentlich keine große Lust dazu, mit zitternder Stimme und Achselschweißfluss zwei Stunden zu Reden, allerdings ist die Vergütung mit 200 RMB (mittlerweile so 23 Euro) pro Stunde (inkl. 10 Minuten Pause) zu gut und vor dem Urlaub geradezu angebracht. Man muss mich also nicht lange überreden, acht Wochentage à zwei Stunden kann ich wohl locker opfern.
Ich bereite mich mit Politik und Kultur gut vor, teile kindgerechte Texte aus, merke aber schnell, dass das sich zum Selbstläufer entwickeln würde. Meine Schüler sind sieben Damen und ein Herr im Alter zwischen 20 und 23 Jahren und gerade bei den weiblichen Geschöpfen komme ich gut an. Ich bin ja auch ein fescher Kerl. Wir kommen in meinem Plan also nicht ganz so schnell voran, da es sich meistens zu einer lustigen Gesprächsrunde entwickelt mit interessanten Fragen, die auch zum Teil an die Grenzen des Erlaubten gehen. So soll ich doch bitte mal die Vorteile einer Demokratie gegenüber einem Ein-Parteien-System erläutern (was ich recht diplomatisch löse…), werde gefragt, ob Abtreibungen in Deutschland zum einen teuer und zum anderen schmerzvoll seien (ich muss sie enttäuschen, dass ich persönlich noch keine Abtreibung mitgemacht habe, erst recht nicht am eigenen Leibe) und wie und wo man Präservative kaufen könnte (auch in China).
Am Ende ziehen wir die zwei Stunden ohne Pausen durch und ich mache unentgeltlich Überminuten. Zum Schluss stehen 3200 RMB zu Buche, ein paar Mittagessen mit meinem „Chef“ und viele kleine Geschenke meiner Schüler. Für einen weiteren Kurs im Winter bin ich ebenfalls fest eingeplant.

#039: 22.07. – 17.08.: „Sommerferien Part 1, Shanghai.“
Mein Engagement als Deutschlehrer ist beendet, Hausarbeiten und Projektbericht abgegeben, der Sommerurlaub steht also vor der Tür. Drum gilt es, noch einmal kräftig in Xi’an zu feiern, weshalb ich die ganze Baggage am Tag vor meinem Abflug noch einmal im Park Qin treffe. Da mir sowas schon schwante, hatte ich den Flug nach Shanghai extra auf nachmittags 16 Uhr gelegt, damit ich auf jeden Fall noch genügend Zeit hätte zum Packen und frisch werden.
Die gewähnte Sicherheit ist jedoch nur allzu trügerisch, wenn man den Weg ins Bett erst nach mehreren Tequila um sieben Uhr in der Früh findet. Dann kann es halt passieren, dass man erst um 13 Uhr durch Zufall erwacht. Das ist jener Zeitpunkt, an dem ich den Flughafenbus erwischen wollte. Schnell packen lautet nun die Devise. Leider ist die ganze Wäsche aber noch nicht so trocken, wie ich das gerne hätte, weshalb das Bügeleisen ausgepackt werden muss. So dauert dann auch das Packen eine gefühlte Ewigkeit und als mir beim Verlassen der Haustür dann noch am Hemd ein Knopf abfliegt und ich es wechseln muss, ist mir klar, dass ich auch den zweiten Flughafen-Bus um 14 Uhr verpassen würde. Ich gehe trotzdem zum Abfahrtsplatz, da dort immer noch andere Menschen warten und sich einige Taxis auf die schwarzen Touren zum Flughafen konzentriert haben. Leider stehen heute nur Taxis da und keine weiteren Passagiere, und die Fahrer dieser Taxis sind auch eher skeptisch, ob ich das noch pünktlich schaffen würde, da es nur noch 1,5 Stunden bis zum Abflug seien und es regnet, und wenn es regnet drehen die Leute hier hohl und brauchen alle einen fahrbaren Untersatz. Ich klopf meinem Fahrer auf die Schulter und sage, dass ich ihm voll und ganz vertraue und siehe da, als wir ankommen habe ich noch 25 Minuten zum Check-In. Das ist ja eigentlich auch kein Problem, wenn das nicht der Xi’an’er Flughafen sei. Nach 15 Minuten stehe ich immer noch in der Schlange und habe gezählt, dass in der Zeit vielleicht drei Passagiere einchecken konnten. Trotz Rest-Tequila in der Birne habe ich den Dreisatz schnell ausgerechnet und stelle fest, dass die wahrscheinlich keine 15 Leute in 10 Minuten hinbekommen. Am Notfall-Schalter ist die Schlange genauso lang, also beschwere ich mich am 1. Klasse-Schalter über die Lahmarschigkeit ihrer Kollegen und komm tatsächlich noch pünktlich dran. Nach dem Security-Check höre ich auch schon den Last-Call für meinen Flug und renne nach links, da ich zum Gate 17 muss und in der Ferne die 18 deutlich erkennbar ist. Aber nur, weil links ne 18 ist, heißt das noch lange nicht, dass daneben auch noch ne 17 ist. Es gibt nur noch 19, 20, 21… Gate 17 sei hingegen ganz rechts. Ich freue mich, einen weiteren Sprint durch den gesamten Flughafen zu unternehmen und dass ich letztendlich auch noch den Bus zum Flugzeug erwische. Das ganze jedoch stark schwitzend und außer Puste, ich frage mich auch wieder, warum ich überhaupt geduscht habe. Die Dankbarkeit für meinen Sprint folgt auch sogleich, da der Bus noch weitere 10 Minuten steht, bevor es zum Flieger geht.
In Shanghai bleibe ich dann spontan 4 Wochen, da die Mutter kommt, ich mehrere freie Zimmer zur Verfügung habe und dort mittlerweile einen recht großen Kreis an Freunden habe. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich alleine hin sollte.

#040: 18.07. – 28.08.: „Sommerferien Part 2, Vietnam.“
Der Prachtbub hat endlich sein Praktikum hinter sich und plante seit jeher, anschließend einen Abstecher nach Vietnam zu unternehmen. Da Shanghai mir mittlerweile auch wegen Schwüle zu schweißtreibend wurde, sage ich spontan zu und begleite ihn.
Vietnam ist wunderschön, die Landschaft hat mit Mehr, Strand, Dschungel, Mekong-Delta viel zu bieten, das Leben ist günstig, das Essen nicht so glutamatverseucht wie in China (ich bekomme nicht einmal Magenprobleme in der gesamten Zeit), die Menschen offenherzig und freundlich. Wir lassen uns zunächst in Ho-Chi-Minh-City (oder auch Saigon genannt) nieder und unternehmen zwischendurch einen Trip nach Vung Tao ans Meer. Da Torben sein ganzes Hab und Gut aus einem halben Jahr Shanghai mit sich rumzuschleppen hat, sind uns die typischen Rucksacktouristen-Touren etwas verwehrt, aber wer sagt denn, dass wir nicht wiederkommen würden. Bevor wir allerdings einen Rucksack-Trip unternehmen, sollte der Prachtbub noch etwas über die Kraft der äquatornahen Sonne lernen. „Ich will, dass alle in Deutschland denken, ich hätte ein halbes Jahr nur in Saus und Braus gelebt und nur Sonne getankt, so brauch soll ich werden,“ waren seine Worte, weshalb Sonnencrème zunächst überbewertet wird. Ich mahne und mahne, aber es geht ja gut. Zumindest die ersten eineinhalb Stunden. Dann ist er bereits krebsrot. Die nächsten Tage fällt das Tragen von Hemden bereits sehr schwer, an einen Rucksack ist da gar nicht mehr zu denken. Aber es verschafft ihm wenigstens einen Grund, sich intensiver um seine Abschlussarbeit zu kümmern.
Da Vietnam erst seit 20 Jahren von Touristen besucht wird, man darin aber eine sehr gute Geschäftsquelle gefunden hat, werden sehr viele Touristenführungen angeboten, deren Angebote unschlagbar günstig sind, wenngleich man natürlich Abstriche machen muss, da die vorgeführten Orte dann sehr stark touristisch sind. Ich mache eine Tour ins Mekong-Delta für zwei Tage alleine mit, die Cu Chi-Tunnel sehen wir zu zweit. Diese Tunnelsysteme wurden früher von den Vietkong genutzt, um die Amis zur Weißglut zu bringen. Jack der „Survivor, unser Gruppenführer war sichtlich stolz auf all die Hinterhalte und Fallen, die sich seine Landsleute ausdachten, um gegen das starke Geschütz des Feindes erfolgreich anzukämpfen, und das obwohl er während des Kriegs Übersetzer von amerikanischer Seite spielte. Generell geht man hier mit dem Thema Vietnam-Krieg trotz erheblicher Nachwirkungen recht „locker“ um, spricht vieles offen aus, mahnt und verzeiht dabei aber.
Alles in allem kann man von den Vietnamesen also von einem sehr netten Volk sprechen. Was wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind Töne und Aussprache, die zum Teil sehr quakend wirken. In Sachen Musik sind sie sehr viel toleranter, was das Treffen des Tons betrifft, da es einfach viel mehr richtige Töne gibt.

#041: 29.08. – 06.09.: „Sommerferienende?“
Aus Vietnam komme ich nur kurz zurück nach Xi’an. Hier habe ich erst einmal vier freie Tage (weil die ganzen Vorlesungen doch erst später beginnen), bevor ich endlich wieder in den Urlaub komme. Es stehen fünf Tage Sanya auf dem Programm, das den südlichsten Zipfel Chinas darstellt und mit Top-Stränden und bestem Seafood reizt. Rosy, einer Freundin aus Shanghai, hatte ich versprochen mit ihr dorthin zu fliegen, bevor sie zum Studium nach Europa geht. Und als Mann der Ehre halte ich meine Versprechen, auch wenn es in meine Vorlesungszeit fällt. Wie es der Zufall so will, klingelt natürlich gleich am ersten Morgen mein Telefon, ich ignoriere meine Betreuerin aber gekonnt und hoffe, dass mein Mitbewohner das irgendwie regeln kann und ne Ausrede für mich findet.
Dass wir erst nach den Ferien nach Sanya kommen hat den Vorteil, dass Stadt und Strände recht leer sind. Sanya gilt auch als russiches Mallorca, sodass die zweite Sprache in den Speisekarten nicht Englisch sondern Russisch ist, aber auch von denen tummeln sich eher wenige rum. Die Strände sind tatsächlich schön, das Meer türkies, Fisch und Krebs munden sehr und die Sonne sorgt für eine Extra-Portion Teint.
An einem Tag machen wir eine Tour mit, die Bootstour, Angeln, Tauchen und Grillen bietet. Mit einem kleinen Ausflugsboot werden wir erst zum Angeln an die Meeresmündung gefahren. Ich erangele einen Fisch der toll aussieht, allerdings nicht zum Verzehr geeignet ist, bevor mir Neopren-Anzug gereicht wird. Tauchgang sieht hier so aus, dass man die Ausrüstung zwar anbekommt, aber nichts selber steuern darf, sondern ein Tauchlehrer den Druck ausgleicht und einen durch das Meer schiebt. Zum normalen Taucher-Kodex zählt meines Wissens, dass man gucken, aber nicht anfassen sollte. Das ist hier ein bisschen anders. Man dürfte alles anfassen, außer den Tauchlehrer. Wir sollen sogar alles anfassen. Als ich mich erst weigere, presst mich der Tauchlehrer dann mit dem Körper gegen die Korallen, schließlich muss man sowas mal gespürt haben. Sollen sich die folgenden Generationen doch ihre eigenen Korallen suchen, oder die Korallen sich evolutionstechnisch weiterentwickeln und einfach härter werden!
Nach dem Tauchgang geht’s zu einem Hausboot, auf dem bereits gegrillt wird. Selbstredend gibt es keinen der gefangenen Fische, da die dann doch etwas zu klein sind. Nach dem Essen dürfen dann noch einmal alle, die zu geizig waren, die 20 RMB extra für den Tauchgang zu zahlen, zur selben Stelle fahren und schnorcheln.
Sanya ist insgesamt noch einmal sehr erholend. Genau das richtige vor einem hoffentlich anstrengendem Semester.
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Michael Kors wallet     |211.192.30.xxx |2014-10-07 11:10:35
he Fremont House, Kendrick��s hotel was near the Michigan Street Depot.
In those days when Chicago had barely 300,000 inhabitants, it was
an hotel of the second class. Mr. Kendrick had told me that Ms uncle,
a Mr. Cotton really owned the House, but left him the chief share in
the management, adding ��What uncle says, goes always.�� In
the course of time, I understood the nephew��s loyalty; for Mr. Cotton
was really kindly and an able man of business. My duties as
night-clerk were simple; from eight at night till six in the morning, I was
master in the office and had to apportion bedrooms to the incoming
guests and give bills and collect the monies due from the outgoing public.
I set myself at once to learn the good and bad points of the hundred
odd bedrooms in the house and the arrival and departure times of all the
night tr...
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