Joom!Fish config error: Default language is inactive!
 
Please check configuration, try to use first active language

#021: 01.04. – 03.04: „Luoyang.“

Attention: open in a new window. PDFPrintE-mail

#021: 01.04. – 03.04: „Luoyang.“

Saturday, 21 May 2011 14:21 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

There are no translations available.

Quasi ausgeschlafen geht's am Freitag zu den Longmen-Grotten von Luoyang. Ich bin ganz froh, dass ich quasi eine private Reiseführerin habe, sodass die Überfahrt nicht einem teuren, hier verbrecherischen Taxifahrer überlassen wird. Bei den Longmen-Grotten hatten sich vor einigen Jahrhunderten mal ein paar Mönche gedacht: „Cool, da ist ein Felsen, hauen wir doch ein paar Nischen rein und sparen in diesen Höhlen noch ein paar Buddhas aus." Das haben sie sich 400 Jahre lang so gedacht bis zur Tang Dynastie (618 – 907 n. Chr.) und dann sagten sie sich: „So, 2.100 Nischen und 97.000 Buddhafiguren sollten die Götter doch milde stimmen, nun chillen wir mal."

Dann haben sie also weiter gechillt, bis ein anderer Herscher des Landes zur – ansonsten natürlich bombastischen – Kulturrevolution ausgerufen hat und man vielen Figuren einfach mal die Köpfe abschlug. Nun gut, immerhin haben sie auch 1000 Jahre durchgehalten, irgendwo ist auch mal gut.

Ansonsten haben die Mönche gut was geleistet, nett anzuschauen, wenn ich mich jetzt natürlich auch nicht mit allen 97.000 Klapskallis beschäftigen konnte.

Der Nachmittag ght in einem Park drauf, weil heute Beginn des Pfingstrosen-Festes ist, dem Wahrzeichen der Stadt und auch der Nationalblume. Aber die lässt sich bitten und blüht noch nicht zum Beginn des Festes, trotz angenehmer 22 °C.

Der Samstag sieht dann ein bisschen anders aus. Ich dachte eigentlich, die hätten den Wetterbericht gefälscht, damit nicht zu viele Besucher am langen Wochenende in die Stadt reisen (soll mal vorkommen), aber man hatte recht. Denn auf dem Weg zum Shaolin-Kloster passieren wir einige Stellen, wo ein wenig Schnee liegt. Und auch am Kloster weht ein ganz und gar hässlicher Wind bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Dementsprechend beschränken wir uns auf Kloster, Grabstätten und Kung-Fu-Show in der Arena. Denn die Seilbahn in die Berge wird heute nicht in Betrieb genommen und so fällt die dortige Kung-Fu-Show auf Brücken und Felsen aus. Aber auch so kämpfen die schon recht imposant, die Buben.

Wegen der Temperaturen miete ich mir übrigens eine große, grüne Armee-Jacke. In Kombination mit meiner eigenen Jacke macht das aus mir dann eine sehr fette Langnase, weshalb ich zum Gespött einiger Besuchergruppen werde. Ich mache mir nichts draus. Auch meine Begleitung wird angemacht, weil sie als mein scheinbarer offizieller Reiseführer es versäumt, mich in die Touri-Fallen zu locken. Auch sie macht sich nichts draus, wenngleich sie versucht, am Abend in Bierlaune in die Offensive zu gehen. Da hatte Mini wohl recht und ich werde in Zukunft eher nicht mehr mit nur einer Freundin auf Reisen gehen. Es tut mir auch leid, als ich sie, ziemlich beschämt, ins Bett schicke, alleine.

Vor der Abreise am nächsten Tag geht es noch einmal zum Weißes Pferd-Tempel. Ich bin ziemlich enttäuscht, als ich nach langer Suche kein weißes Pferd zu Gesicht bekomme. Stattdessen haben vor ein paar Jahren die Inder den Chinesen ein Geschenk gemacht und einen buddhistischen Tempel nebenan hingebaut. Die Außenfassade ist mit allerlei Getier aber auch zu großem Teil mit nackenden Frauen verziert. Und das im sonst so prüden China! Und im Inneren des Tempels befindet sich eine buddhistische Figur, bei der ich mich frage, ob den Chinesen schon ihre Handhaltung aufgefallen ist. Denn diese zeigt den Besuchern gewissermaßen den Mittelfinger. Aber gut, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Ich lasse mich noch von ein paar Greisinnen segnen, nachdem ich, die Situation erkennend, zu ihnen gesprintet war, um die runtergefallenen Räucherstäbchen aufzuheben. Aber dann geht es auch schon mit dem Schnellzug (in dem ich auch den ehrenwerten Bruder treffe, aber das ist eine andere Geschichte) binnen weniger als zwei Stunden zurück nach Xi'an. Hier ist extra für die geplante Norderweiterung ein großer Bahnhof gebaut worden, der aber auch als Zeppelin-Hangar dienen könnte. Man scheint hier noch großes vorzuhaben!

Comments
Add New Search
Write comment
Name:
Email:
 
Website:
Title:
UBBCode:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img] 
 
 
:angry::0:confused::cheer:B):evil::silly::dry::lol::kiss::D:pinch:
:(:shock::X:side::):P:unsure::woohoo::huh::whistle:;):s
:!::?::idea::arrow:
 
Please input the anti-spam code that you can read in the image.

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

Random Content

Joomla Template by younic Joomla & Webdesign based on a Design by Free CSS Templates and beezDivision