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#017: 26.03.: „Sparsam unterwegs. Auch beim Saufen.“

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#017: 26.03.: „Sparsam unterwegs. Auch beim Saufen.“

Saturday, 21 May 2011 13:19 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

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Ich habe seit fast einer Woche Erkältung was am kalten Wetter, dem Regen, der abgeschalteten Heizung und der nicht funktionierenden Klimaanlage plus der schattigen Lage unserer Bude liegen dürfte. Aber soll ich deshalb weinen? Nee. Und da heute ein sonniger Sonnabend ist, rüste ich mal das Fahrrad auf und mach ne Tour. Handy aufladen. Medikamente gegen den Hals holen. Und anschließend zum Walmart mit Kaufhaus oben drüber. Oben drüber lande ich recht zufällig, irgendwie hat der internationale Shop mit seinen Büchsen Paderborner Bier so eine anziehende Wirkung. Aber da gibt es dann noch viele Klamottenläden, sogar viele mit Originalware. Und da mir einfällt, dass meine beiden anderen Hosen noch recht nass auf der Leine hängen und ich die, die ich gerade trage, in der Fahrradkette eingesaut habe, könnte ich im Hinblick auf das abendliche Studiengangsessen glatt noch eine neue Hose vertragen. Ich finde auch was nettes und nach einigem Suchen auch das Etikett mit dem Preis. 500 RMB müssen jetzt nicht unbedingt mal einfach so rausgeschmissen werden, dafür bekäme ich auch 36,231884058 Büchsen Paderborner. Dennoch erinnere ich mich an den bevorstehenden Abend und frag die gute Frau vom Laden mal, ob man es nicht, wie auf die meisten anderen Produkte, auch hier zufällig Prozente gäbe. Sorry, das ginge leider nicht mehr, weil es ja schon runtergesetzt sei, sagt sie auf ein Schild zeigend, auf dem 75 steht. Ich frage „75 was?" und sie sagt „RMB". Es rattert kurz in meinem Kopf und dann macht es klick. Sie will mir die Hose tatsächlich für 8 Euro verkaufen. „Dann kann was mit der Hose nicht ganz stimmen," will die Skepsis in mir sagen, doch der Wahl-Schwabe in mir brüllt: „Klappe zu, Skepsis, wir nehmen zwei!" Tja, und jetzt habe ich zwei Hosen mehr. Und vom Ersparten zum Grundpreis von einer Hose kann ich mir immer noch 25,3623188406 Dosen Paderborner kaufen.

Ich kaufe aber nur drei.

Und trinke sie nicht einmal.

Am Abend warte ich dann vergeblich mit 40 chinesischen Kommilitonen auf Martin, meiner besseren Hälfte, da er beim Schulbuch-Kauf und Kalligraphienkauf vom Kalligraphiemeister kurzerhand für den Abend anders verplant wird. Meine Schüchternheit ist aber doch schnell verflogen, denn die Chinesen haben da einen Trick, den ich auch aus der Heimat kenne: Bier. Nur hier trinkt ja nicht jeder sein Bier und man stößt nur am Anfang einmal an, nee, hier muss man aufstehen und sich vorstellen und sein Bier mit den anderen teilen, dazu bitte immer die Gläser mit 100 bis 150 ml füllen, damit man sie gut Exen kann. In neuer Hose und noch immer mit Kratzen im Hals und vielleicht etwas Fieber sitze ich dabei, schau mir das Ganze mal an und trinke, was man von mir verlangt. Die Runde ist lustig, ich werde für's Fußballteam rekrutiert und nach einigen Gläsern bin ich auch motivierter bei der Sache. Ich warte dann auf Nachschub in Sachen Bier, aber die kommt nicht. Dann geh ich mal auf's Klo, aber muss dort sehr lange warten, da in diesem sehr sehr großen Restaurant die Toilettenkapazität für die Menge an kotzenden Männern nicht ausreicht. Ein erbärmliches Konzert aus röhren, stöhnen und brüllen halt mir überall aus den Kabinen entgegen. Ich weiß nicht, ob das Essen nicht gut war, aber ich spüre absolut kein Unwohlsein.

Auf dem Weg zurück in unseren Raum nehme ich dann kurzerhand selber einen Karton Bieres mit, aber sehr dankbar werde ich nicht empfangen von den ganzen Kommilitonen, die da irgendwie über den Stühlen hängen. Naja, ich trinke teile des Kartons mit ein paar letzten Überlebenden der Saufaktion, wobei ich sie eher als gepflegtes Trinken wahrgenommen hatte.

Tja, und da es ja auch schon 21h30 ist, kann man jetzt gepflegt zurück zum Campus gehen und sich schlafen legen. Wäre mein Körper man bloß genauso wenig Getränkeresistent, ich weiß nicht, für wie viele Dosen Paderborner mein Geld heute dann gereicht hätte!

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