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#007: 27.02 – 27.02: „Die Uni sagt: Willkommen im Loch!“

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#007: 27.02 – 27.02: „Die Uni sagt: Willkommen im Loch!“

Tuesday, 01 March 2011 23:52 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

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Mein Gepäck ist in den letzten Wochen dann doch noch einmal um weitere 3 kg angestiegen und dieses Mal wird es am Schalter des HongQiao-Airports in Shanghai moniert. Ich drücke auf die Tränendrüse, klage mein Leid, dass ich doch wieder für ein Jahr in Xi’an leben müsste, bei meinem Flug nach Shanghai eine Gepäckmenge von 30 kg galt und ich auf der Homepage von Juneyao Airlines kein Limit gefunden hätte. „Ja, aber trotzdem haben Sie Übergepäck, nämlich 8 kg.“ Ich versuche sie noch zu überzeugen, dass sie das ja nicht hätte gesehen haben müssen, aber sie besteht drauf. „Okay, was kostet der Spaß dann?“ „19 pro Kilo.“ Und sie meint tatsächlich 19 RMB. Also zwei Euro. Das ist ein Fünfzehnstel von dem, was die Lufthansa nehmen würde. Auch wenn sie mir den Tipp gibt noch umzupacken, zahle ich alles, denn auch mein Handgepäck ist schon zum Bersten gefüllt und auch hier habe ich bereits 13 kg vorzuweisen (plus Laptop-Tasche). Doch sie ist nicht daran interessiert, auch dieses zu wiegen.
In Xi’an kommt dann, trotzdem ich der Betreuerin noch am Flughafen schnell eine Mail mit meiner Ankunftszeit schrieb, kein großes Begrüßungskommittee, sondern nur Martin, mein jetziger Mitbewohner. Er hat schon eine Odyssee hinter sich, da er weder im Besitz eines Handys (im Flugzeug vergessen) noch einer Nummer von irgendwelchen Verantwortlichen hier ist, weshalb er erst von einem Campus zum anderen hetzen musste, um einen vom Auslandsamt mit den Schlüsseln zu unserer Wohnung zu finden.
Der Herr ließ ihn dann noch warten, um dann die Pforten zu unserer neuen Wohnung zu öffnen. Nun, diese war wohl recht klein, in eins der Zimmer hätte kein Bett gepasst und der Vorschlag, dass einer im Wohnzimmer schlafen könnte, war jetzt auch nicht soo toll. Aber gut, es gibt noch eine Ersatzwohnung. Mir war bereits aus Erfahrung klar, dass eine Wohnung in China nicht gleich „besenrein“ und bezugsfähig ist, aber dass es uns so treffen würde, hätte ich dann doch nicht gedacht:
Bei Ankunft ist der Boden grau bis schwarz, genau wie Möbel und Geschirr. Der Staub sitzt in jeder Fuge und auf jeder Oberfläche, mit einem Besen ist da nicht viel getan und auch ein Staubsaugerbeutel wäre nach wenigen Quadratmetern voll. Also heißt es kurz Koffer abstellen, sich stärken, bei Walmart Putzmittel geholt und dann rein in den Kampf. Wir entschließen uns dazu, nach Entstaubung der Möbel die Wohnung zu fluten. Da sie noch recht spärlich ausgestattet ist, geht das ganz gut. Wir kippen also Wasser über den Boden, um den Staub zu binden und dann den ganzen Schmodder mittels Fensterabzieher ins Bad zu lotsen, wo ein Ausguss ist. Bei diesem Unterfangen fällt die deutliche Schräglage des Hauses auf, da das Wasser von Martins Zimmer links vom Wohnzimmer relativ schnell von alleine den Weg in mein Zimmer rechts vom Wohnzimmer gebahnt hat. Diese Schräglage erkläre ich mit der großen Baustelle vor unserem Haus, wegen der einiges an Erdreich weichen musste. Vielleicht sollte ich also meinen Schreibtisch, an dem ich selbstredend in nächster Zeit viel und lange sitzen werden, nicht vor das Fenster schieben, um nicht zu viel Gewicht auf die Seite zu verlagern.
Drei Stunden wischen wir dann den Dreck ins Bad, schütten Wasser über die Küchenzeile und putzen hier und da. Das Wasser im Bad fließt natürlich nicht ab, da der Ausguss logischerweise nicht am Tiefpunkt des Bads liegt, sondern einiges höher. Das Bad ist also über das nächste Jahr ein wahres Feuchtgebiet.
Beiläufig erzählt mir Martin noch, dass wir morgen um halb neun am neuen Campus eintreffen sollen. Von dort geht es dann zum abermaligen Gesundheitscheck. Ich freue mich jetzt schon!
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