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#006: 25.02 – 26.02: „Post ist nicht gleich Post.“

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#006: 25.02 – 26.02: „Post ist nicht gleich Post.“

Tuesday, 01 March 2011 23:51 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

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Philipp hatte eine glorreiche Idee: Mirko geht zurück nach China und da es da die chinesischen Laternen für viel weniger Geld und an jeder Straßenecke gibt, kauft er mir 12 Stück davon und schickt sie dann günstig nach Deutschland.
Und Philipp hatte Recht: Die Laternen gibt es an jeder Ecke und auch sehr günstig, also sind die zwölf Stück in verschiedenen Größen schnell gekauft. Eine Post ist auch gleich um die Ecke des Appartements, also frage ich mal, wie groß die Kartons sind, die sie anbieten. Eigentlich soll der alte Herr mit den langen Fingernägeln LaoWais gegenüber ein echtes Ekel sein, kein Chinesisch = kein Service, aber zu mir ist er sehr nett, wenn auch direkt: Du willst was ans Ausland schicken, dann musst du zur nächst größeren Poststelle fahren. Er ist so gütig und schreibt mir die Adresse auf.
Am Freitag habe ich dann meinen freien Nachmittag. Da kann man schnell zur Post fahren. Als Max und ich bei der Poststelle ankommen, schwant mir schon Böses, denn die Kartons, die hinter dem Verpacker an der Wand lagern, sind nicht unbedingt die größten. Er probiert zwar noch, die größten so zurechtzuziehen, dass die kleinsten Laternen reinpassen, merkt dann aber schnell, dass man sie dann nicht mehr schließen kann. Wo es größere Kartons gibt, weiß er nicht. Und selbstverständlich könnten wir die zwei großen Tüten auch nicht in der Poststelle lagern, solange wir weg sind.
Wir klappern also die Straße ab, werden aber nicht fündig. Für Ausländer gibt es in Shanghai aber die „goldene Nummer“, die einem jederzeit hilft. Max hat sie in der Vergangenheit oft bei den Fragen „Was ess ich heute, Nudeln oder McDonald’s?“ und „Geh ich heute Abend aus oder nicht?“ geholfen und auch für unser Anliegen bzgl. Umzugskartons ist schnell eine Adresse gefunden, die im Nu per SMS auf dem Mobilfunktelefon landet. Der Taxi-Fahrer kann die Zeichen auswerten und bringt uns nach recht weit Außerhalb. Ein Baumarkt soll uns scheinbar behilflich sein. Zunächst sind wir ihm aber behilflich. Zwar kommen hier auf einen Kunden vier Angestellte, aber scheinbar ist keiner des Englischen mächtig. So werde ich schnell rangezogen, Christina anzurufen um zu fragen, ob die „strong box“ angekommen ist. Christina ist nicht da, also darf ich noch schnell den englischen Text aufschreiben.
Im Baumarkt gibt es dann aber keine Umzugskartons zu kaufen. Wir suchen unser Glück also zunächst in den Verpackungskartons der angebotenen Waren und finden einen recht passablen, dürfen ihn sogar verwenden. Die größten Laternen passen aber nur gerade so diagonal rein, was dann keinen Platz mehr für die kleineren lässt. Der Karton von den Stühlen im Mittelgang ist da schon geeigneter, der Verkäufer scheint uns aber nicht zu mögen und meckert uns nur an, dass man ihn doch noch bräuchte, wenn jetzt alle Stühle gekauft würden. Ich fühle mich nicht von ihm nicht geliebt. Wir treten also den Rückzug an und fragen an der Rezeption bei der Dame mit dem Telefonproblem vom Anfang an, wo wir noch Kartons herbekommen könnten. Sie weiß es selbstredend auch nicht, fragt aber, ob wir drinnen nicht fündig geworden seien. Ich klage mein Leid mit dem Stuhlkarton, woraufhin sie sich aufplustert und uns hinterherziehend in den Mittelgang stapft. Sie macht den Verkäufer etwas zur Sau und drückt uns den Karton in die Hand. Der Verkäufer dürfte nun angesichts seines Gesichtsverlust Ausländer nicht unbedingt mehr mögen, als vorher.
Aus lauter Dankbarkeit und auch aus schlechtem Gewissen kaufen wir noch ein Zweierpack Schwämme, einfach so, um den Laden nicht ganz auszunutzen. Schließlich muss er auch noch 100 Angestellte durchfüttern.
Der Karton, wenn auch recht ramponiert, ist nun also erschnorrt. Draußen sehen wir, dass ein Besuch bei METRO wahrscheinlich unkomplizierter, wenn auch teurer, aber gewiss auch von der „goldenen Nummer“ angedacht wäre. Das soll uns aber jetzt mal egal sein, wir wollen das Paket jetzt nur noch abschicken. Und dafür geht es zurück zum Postamt um die Ecke. Der alte Herr mit den langen Fingernägeln lässt uns erst in der Schlange warten, wenn er auch schon immer wieder unser Paket beliebäugelt. Nein, selbstverfreilich könnten wir auch mit besorgtem Paket bei ihm nichts ins Ausland schicken. Also zurück zum nächstgrößeren Amt.
Hier wird der Karton dann gut mit Klebeband verarztet, bis auch jedes kleinste Luftloch verschlossen ist. Mit 468 RMB bei 8 kg Gewicht ist der Versand dann aber auch gar nicht mal mehr so günstig, wie zuvor gedacht. Aber laut Philipp rechnet sich das immer noch. Wenn er jetzt aber noch die 2,5 Zeitstunden Aufwand des ausgebildeten Bachelors of Engineering mit einberechnet, hätte er doch lieber bei Amazon bestellen sollen. Aber der Freundschaftsdienst sei ihm selbstredend gegönnt!
Am Abend findet dann Max Abschiedsessen statt. Es geht zum Teppanyaki-Mann unseres Vertrauens. Wir sind wieder gut drauf, die Kellnerinnen aber nicht ganz so. Es endet damit, dass wir unseren Sake nicht mehr in den schönen kleinen Tonflaschen gereicht bekommen, sondern dass man uns gleich 3-Liter-PET-Flaschen auf den Tisch donnert. Der Qualität tut das aber keinen Abbruch.
Nach dem C’s ist ein Gang ins Gogo China, den wir uns seit zwei Wochen aufschieben, natürlich Pflicht. Die Damen sind selbstredend zunächst sehr nett und durstig und bleiben es auch die nächsten Stunden, während wir sie im Tischfußball und „4 gewinnt“ abziehen. Also mehr oder weniger. Dass sie hier aber nicht nur für solche Spiele angestellt sind, merken wir, also weitere Westler den Laden betreten und uns keine große Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird. Ich bedaure noch, dass hier mit den männlichen Gefühlen aus Profitgeilheit sehr gespielt wird und wir verlassen den Laden doch eher angewidert.
Der Samstag geht zum Verdauen dieses Ereignisses und geliefertem indischen Essens drauf.
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C.E.  - Zollamt   |80.128.183.xxx |2011-03-23 17:31:23
.. um Mirkos Geschichte mit den Lampions zu Ende zu bringen durfte ich heute zum
Zollamt kommen und das reichlich ramponierte Paket mit der Ware aus China in
Empfang nehmen. Ich sollte auch passendes Geld für die Einfuhrgebühren
bereithalten.
Nach gemeinsamen Augenschein war der Zollbeamte schnell
überzeugt, dass es sich hier wirklich nur um die Überreste des vergangenen
Neujahrsfestes handeln könnte, so gebraucht aussehend wie die Teile in dem
Karton lagen... aussahen. Ich ließ ihn in dem Glauben, da mir gleich klar war,
dass es sich nur um den üblchen Straßenstaub aus China handelt.
Nach einigem
hin und her und Berechnungen vom chinesischen Yuan in Euro und zurück
kam man
(Mann) zu dem Schluß, das hier kein Einfuhrzoll zu bezahlen sei. Nachdem das
Paket wieder verklebt, durfte ich damit das Zollamt unbehelligt
verlassen.
Daheim habe ich dann die Sache richtig in Augenschein genommen. Super
Lampions und auch Mir...
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