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#005: 20.02 – 24.02: „Sonderlich viel steht ja auch nicht an.“

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#005: 20.02 – 24.02: „Sonderlich viel steht ja auch nicht an.“

Saturday, 26 February 2011 20:10 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

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Sonderlich viel steht momentan nicht an. Zumindest nichts großartiges. Und dennoch finde ich mich viel öfter an irgendeinem Geldautomaten wieder, als ich mir eigentlich erhofft hatte. Ich versöhne mich, wie schon damals einst, mit dem Gedanken, dass ich ja keine Miete zahle und kann mich auch wahrlich damit beruhigen, dass meine bisherigen Ausgaben in den letzten zwei Wochen die Monatsmiete eines Stuttgarter Wohnheimszimmers nur knapp bis kaum bis mäßig bis so mittel übersteigen, ich also noch volle Pulle im Soll bin. Und der Monat ist ja auch bald rum.
Aber woran liegt das? Nun, es sind die kleinen Dinge, die sich anhäufen. Essen ist ja ach so billig und die Getränke auf der Straße auch. Und der Fake-Market bietet auch so viel, man handelt, weil man's kann und schwupps hat man den ein oder anderen Pullover und viel Kamera-Gedöhns und dies und das mehr in der Tasche, obwohl man doch weiß, dass man bald weiter nach Xi'an fliegt und der Koffer bereits bei Ankunft in Shanghai Übergepäck aufwies und nur geringfügig leichter wurde durch die mitgebrachte Salami für Max.
Nun, und so vergehen hier die Tage. Der Sonntag mit günstigem Fake-Markt für Klamotten und Kamera-Zeugs, der Montag mit günstiger Burger-Night im World Financial Center (Flaschenöffner), wo es zwei mittelteure (gute) Burger zum Preis von einem gibt, genauso wie Biers (also geschenkt, quasi), der Dienstag mit der Abholung der maßgeschneiderten Hemden inklusive Restbezahlung, der Mittwoch mit abermals einem Fake-Markt und gutem Messer (einfach, weil's Stil hat, ein ultrascharfes Messer zu besitzen – die Gefahr stets in der Nähe) und der Donnerstag... Tja, der Donnerstag verläuft bisher sehr günstig. Aber wir werden bestimmt noch eine großartige Kostenquelle finden, und wenn es nur das GoGo China von gegenüber ist. Da wird man nämlich geliebt und zwar so richtig. Wann immer wir abends da vorbeilaufen, es reicht nur der Anblick unserer grandiosen Körper aus und schon öffnen sich die Türen, kreischende Frauen laufen heraus und brüllen in 1,5 Sekunden den Satz "Hello handsome Boy! Come in buy one get one free!".
Aber auch wir werden knauserig, weshalb wir den Schuppen noch nicht besucht haben. Denn nebenan gibt es einen Family-Mart und da gibt es dieses "one" ausgeprägter, nämlich "buy one get 11 free". Natürlich bezieht es sich auf Biers, ich bekomme schon beinahe ein schlechtes Gewissen, dass dieses Wort in einer Großzahl meiner Beiträge vorkommt. Aber es schmeckt ja auch gut, so ein Bier.
Knauserig bin ich auch tagsüber, wenn ich mich in meinem Office, dem Starbucks breit mache und des Gewissens wegen mir etwas zu trinken bestelle. Da verzichte ich gerne auf Kaffee, sondern beziehe den verhältnismäßig günstigen chinesischen Tee. Denn dieser hat eine Refill-Option und so nutze ich einen Teebeutel auch fünf mal aus, um abermals mein Gewissen zu beruhigen. Denn von der Theorie her habe ich dann pro Becher nur 4 RMB bezahlt.
Eine Delikatessenschnäpchen der Extraklasse machen wir am Mittwoch beim Fotografieren des Bunds, als vier Leichtmatrosen von der Marine uns mit einem Kasten des wohl weltbesten Bieres entgegenkommen. Leider ist es nur ein Kasten von Haake Beck, aber das darin gelagerte Beck's, zu dem wir eingeladen werden mundet auch gleich noch besser als die Qingdaos oder Suntorys hier. Ekelhaftes Carlsberg bekommen wir im Übrigen am Sonntag in der Windows-Bar. Die Flasche ist schon ein halbes Jahr alt und garantiert in China genauso gut kühl gelagert, wie das Fleisch auf dem Markt. Die Beschwerden versteht man nicht, schließlich steht am Flaschenhals, dass es neun Monate haltbar sei, man gibt unserem Aufstand aber nach und tauscht die Getränke um.
A propos Aufstand: So etwas gibt es hier in China nicht. Eine erneute Jasmin-Revolution muss eine Hetzkampagne der westlichen Medien sein, sonst hätte man hier im TV ja irgendwas mitbekommen. Gut, die öffentlichen Plätze sind mit Polizisten und Schäferhunden deutlich stärker bewacht, aber das hat selbstredend nichts zu bedeuten. Ich schwör! Und überhaupt, sollte man hier nicht froh sein, dass die Hunde ausgeführt werden und was sehen von der Welt, bevor sie im Kochtopf landen?

Und hier der Metro-Tipp des heutigen Beitrags:
Ein handelsüblicher Fisch lässt sich locker ohne viel Schnitzerei ausnehmen. So muss man nicht mehr den ganzen Bauch aufschnibbeln, sondern es reichen locker zwei kleine Schnitze hinter den Kiemen und vor dem After. Sind diese gemacht, spielt man etwas am Mund des Fisches rum, bis dieser offen steht und einen blöd anguckt. Zwei Essstäbchen werden daraufhin an beiden Seiten des Mundes hineingeschoben in einer imaginären geraden Linie hin zum After. Beide Stäbchen werden dann fest zusammengedrückt und ein paar Mal im Mund gedreht. Presst man anschließend weiterhin beide Stäbchen fest zusammen und zieht sie heraus, hat man den ganzen Schmodder an Gedärmen dazwischen klemmen.
Jetzt noch den Mund und den Bauch fein mit Wasser ausspühlen, sodass es aussieht, als würde der Fisch Blut kotzen.
Was das Ganze bringt, weiß ich jetzt auch nicht. Aber zumindest muss man keinen Kaiserschnitt machen. Vielleicht kann man den Fisch so besser ausstopfen!
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