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#003: 14.02 – 16.02: „Der Hartzer findet keinen Schlafrhythmus“

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#003: 14.02 – 16.02: „Der Hartzer findet keinen Schlafrhythmus“

Saturday, 19 February 2011 16:51 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

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Wer den Blog des Prachtbubs verfolgt wird häufiger über die Bezeichnung „Hartzer“ gestolpert sein. Ja, damit bin ich gemeint. Da die ach so beschäftigten Herren Praktikanten täglich ja ach so früh aufstehen müssen um sich dann acht Stunden lang Kaffee reinzuprügeln ist ein gewisser Neid auf mich entstanden. Der Neid, dass ich wenigstens freiwillig nichts tun muss und das mit gutem Gewissen in von mir gewählter Umgebung. Und da ich scheinbar nur rumgammel und nichts tu, man mich ständig in meinem Sessel vorfindet – morgens beim Aufstehen, nachmittags nach Feierabend und nachts beim Zubettgehen – wurde ich Hartzer getauft.
Dass ich aber auch so meine Problemchen habe, das ist den Herren gar nicht bewusst. Ich finde nämlich keinen gesunden Schlafrhythmus. Das Rumgegammel ohne sonderliche Pflichten und Termine lässt mich einfach nicht dazu kommen. Nachdem ich von Freitag auf Samstag 16 Stunden gepennt habe und die folgende Nacht 12, gebe ich mich in der Nacht zum Valentinstag mit einer Schlafenszeit von 03h00 bis 06h30 zufrieden. Die Folgenacht besteht aus den kümmerlichen zwei Stunden zwischen 06h00 und 08h15. Zwei Stunden Mittagsruhe am Dienstag sorgen dann dafür, dass wenigstens die Folgenächte als so etwas wie „normal“ bezeichnet werden können, von 02h00 bis 08h45 und von 23h00 bis 06h30. Ja, der Hartzer hat es tatsächlich geschafft, in dieser Woche stets vor den Herren Praktikanten aufzuwachen. Max freut das sehr, da er dann zärtlich geweckt wird, der Kaffee aufgebrüht wird, das Frühstücksei dampft und so weiter. Also theoretisch. Praktisch ist der Kühlschrank nur mit Gerstenkaltschalen gefüllt. Beschriebene Zustände findet man im Siemensgebäude vor und zwar im Starbucks.
Nun, was stand sonst an? Der Valentinstag durfte natürlich nicht verpasst werden. Also eigentlich halte ich nichts davon. Ich habe da glaube ich ein Kindheitstrauma. Damals, in der vierten Klasse, hatte die Lehrerin uns befohlen, einen Valentinsbrief an eine beliebige Mitschülerin geschrieben. Ich witterte meine Chance und schrieb dem hübschesten Mädel der Klasse. Was für ein Reinfall. Denn alle Jungs haben ihr geschrieben. Was für eine Enttäuschung. Seitdem hab ich da wohl so einen Knacks, wenn es ums Anmachen von Frauen geht. Aber gut, heute ist das anders. Fast hätte ich mich den vielen Herren angeschlossen und einen überteuerten Blumenstrauß am Straßenrand gekauft, Pralinen dazu und ein Hotelzimmer reserviert. Das macht man nämlich so in China, wie viele westliche Feiertage fällt das hier alles ein bisschen trashiger aus. Ich schließ mich da nicht an. Ich bin dufte genug, dazu bedarf es keine Blumen. Und süß bin ich auch, also scheiß auf Pralinen. Und Hotelzimmer muss man nicht buchen, da kann man ja auch so vorbeigehen und sich einmieten. Nun, stattdessen geht es ins Kino. Chinesischer Liebesfilm pünktlich zum Tag der Liebe. Mir schwant schon Böses, aber ich werde positiv überrascht. Der Film ist gut und eher was für das aufgeschlossenere Publikum, von dem es in China jetzt scheinbar immer mehr gibt.
Dienstag geht es zunächst nach der Mittagsruhe in die Schneiderstraße neben der Kühlschrankstraße. Ja gut, Hemden kann man da mal machen lassen. Dann ziehen wir kurz über den Bund, den ich im Sommer aber ja schon zur Genüge hatte. Des Prachtbubens wegen erbarme ich mich aber. Da das Wetter momentan ziemlich bescheiden und kalt ist, hilft uns der Family Mart weiter, der seinen Kühlschrank angemessen auf 37 °C eingestellt hat. Das Büchsenbier ist so auch nicht viel schlechter als gewöhnlich und der positive Nebeneffekt des Handwärmens ist auch vorhanden. Dann treffen wir die anderen ach so beschäftigten Praktikanten in der Super Brand Mall zum Essen. Das Restaurant soll thailändisch oder so darstellen, vielleicht auch etwas Sichuan oder indisch, auf jeden Fall eine sehr gute Mischung. Und nicht nur das Essen ist fantastisch, sondern auch die Unterhaltung. An einem Tisch weiter weg sitzt ein Geburtstagskind, das vom Personal besungen wird. Die tanzenden Damen sind heiß. Ich werfe ihnen Kussmünder zu. Leider verfehlen sie ihr Ziel und landen beim Thai-Phileppino mit den weichen Gesichtszügen, wäre er in Thailand geblieben, wäre er jetzt wohl eine sie. Er ist entzückt und erwidert die Küsse. Im Laufe des Abends machen sie weiter Stimmung und auch wir sollen sie dabei unterstützen. Scheu sind wir da ja nicht und so ist es eine wahre Wonne, entwickeln wir uns doch zunehmend zum Animateur und übernehmen so die Aufgabe des Thai-Phileppinos. Videos sollen folgen. Nicht nur mir fällt es am Ende schwer, den Laden zu verlassen.
Am Mittwoch versuche ich es dann mal mit Arbeiten. Ein Projektbericht steht nämlich noch an. Theoretisch habe ich den Berichtsaufbau schnell unter der Dusche konzipiert. Praktisch habe ich ihn schnell als Mindmap geschrieben. Jetzt nur noch Text einfügen. Denkste. Dieses verdammte Internet, dass sich in China am Vormittag überhaupt nicht aktualisiert, hat eine zu hohe Anziehungskraft und ich werde wahrlich zum Hartzer. Ich bin richtig sauer auf mich selbst, kann aber nichts dagegen tun. Nun, ich schiebe es auf den aus den Fugen geratenen Schlafrhythmus, der mir momentan sämtliche Energie raubt. Morgen ist auch noch ein Hartzer-Tag!
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