Joom!Fish config error: Default language is inactive!
 
Please check configuration, try to use first active language

#001: 08.02 – 11.02: "Waren Sie hier zuletzt auf www.Russenschl... .de?"

Attention: open in a new window. PDFPrintE-mail

#001: 08.02 – 11.02: "Waren Sie hier zuletzt auf www.Russenschl... .de?"

Sunday, 13 February 2011 01:35 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

There are no translations available.

Verehrtes niederes und höheres Volk!
Fast wäre meine Reise und die des Halbprachtbubs schon im Ansatz gescheitert. Mit 5 kg Übergepäck und doppelt so schwer wie erlaubtem Handgepäck betreten wir die Schlange vor unserem Check-In-Schalter. Und in dieser stehen wir dann erst einmal. Ein kleiner Blick Richtung Schlangen-Anfang alle fünf Minuten verrät mir, dass das an einer Mutti liegt, die mit fünf kleinen Gepäckstücken einchecken möchte, scheinbar aber nicht die dafür nötigen Papiere bei sich trägt. Gut, das wär jetzt für mich kein Problem, für die beiden Miezen vom Schalter wohl auch nicht, jedoch für den breiten, sturen Herren hinter den beiden. Dieser ist vom Schlag Hobby-Justizvollzugsanstaltswärter und weiß mit sturrem Blick und nimmerlächelndem Mundwerk zu überzeugen. Mir schwant sehr Böses, wenn ich da meinen Koffer bedenke.
Nach zwanzig Minuten (nicht gefühlt, sondern in echt so), ist die genervte Schlange dann ihren lästigen Kopf los, Mutti muss mit Papieren an einen Schalter und darf sich irgendwann wieder hinten anstellen. Beim Blick über die anderen wartenden vergeht mir eigentlich auch schon die Lust auf den Flug. So manche Mentalitäten sind nämlich nicht ganz so meine. So auch nicht die der Menschen, die sich obenrum in feinsten Pelzmantel hüllen, untenrum aber eine ausgewaschene, schweinspinke Frottee-Hose tragen, die wiederum in pelzigen Stiefeln steckt und die etwas dem Umfang entsprechend zu kurz geratenen Schenkel gleich noch dicker erscheinen lässt. Das optische wird abgerundet durch eine imaginäre, schützende, vor allem aber riechende Hülle. Andere würden sicherlich von "Nuttenparfum" sprechen.
Ich habe nachher Glück, denn unser Amateur-Menschenhasser vom Schalter ist gerade durch ein Gespräch abgelenkt und die Mieze vom Schalter ist bestimmt auch froh, endlich mal normale Leute zu sehen, mein Gepäck geht also so durch. Auch die Personenkontrolle passiere ich, auch wenn man von meinem Laptop natürlich gerne noch eine Sprengstoffkontrolle hätte. Ich schiebe den Verdacht darauf auf den Bart.
In Moskau wird kurzer Hand der Duty-Free-Shop geplündert, allerdings mangelt es an Bechern. Wir ziehen kurz in Erwägung, noch einen Satz Matrjoschka zu kaufen, um diese als Becherchen zu missbrauchen, haben aber Angst, dass man das missversteht und beschränken uns auf eine leere Wasser-Flasche. Die fünf Stunden Wartezeit vergehen dann wie im Flug. Der Flug hingegen nicht. Das liegt an der künstlich herbeigeführten Bettschwere, die man uns nicht erwartungsgemäß in Form von Flüssigkeiten gewehren will. "Naja, da gibt es wenigstens was zu trinken aufm Flug," wurde ich mitleidig damals im Reisebüro belächelt. Pustekuchen sag ich! Der Ken lächelt nur verlegen, als wir nach der Weinauswahl fragen und schielt scheu zur Dame auf der anderen Seite des Saftwagens. Dürfe man nicht mehr ausschenken, wird uns von ihr gesagt, das hätte keine guten Auswirkungen auf so manche Fluggäste gehabt, in der Vergangenheit. Nun gut, laut Internetforen hat es hauptsächlich keine guten Auswirkungen auf einige Piloten gehabt, aber ob man das dann gleich an uns auslassen muss?
Der Flug wird uns dann dadurch versüßt, dass man die Heizung auf eine Temperatur stellt, bei der der Körper nicht weiß, ob er schwitzen soll oder nicht, auf jeden Fall ist es nicht angenehm und an Schlaf kann ich zwar denken, ihn ausführen kann ich aber nicht. Dazu bietet mir das Entertainment-Programm einen guten Film, aber auch der macht nur ein Sechstel der Flugzeit aus. Nun, Aeroflot wird mich wohl nicht wieder begrüßen dürfen, auch wenn sie das laut abschließender Ansage im Flieger gerne hätten.
In China ist wenigstens alles weiterhin in bester Ordnung. Im Flughafen macht man einen Spießroutenlauf durch die ganzen wartenden Taxifahrer und findet dann einen, der von Schumi in seinen besten Tagen inspiriert ist, rechts und links überholt und Fahrbahnmakierungen als Ideallinien ansieht.
Nach kurzem Frischmachen bei Max Windpower, meinem ehemaligen Mitbewohner, gibt's leckeres Nudelsüppchen beim Moslem um die Ecke und anschließend nen feinsten Haarschnitt bei Shirley im Salon gegenüber. Bei der Wohltat für meinen Kopf schlafe ich fast ein, halte aber durch, bis ich wieder bei Max bin. Am Abend wird noch kurz angestoßen, bis ich für die nächsten Tage zunächst unauffindbar verschwunden bin.

Ps.: Man möge mir verzeihen, dass ich keinen täglichen Kommentar hinbekomme, aber das wäre zu viel Versprochen, ist dieses Mal das Ende der Reise doch nicht absehbar!
Comments
Add New Search
Write comment
Name:
Email:
 
Website:
Title:
UBBCode:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img] 
 
 
:angry::0:confused::cheer:B):evil::silly::dry::lol::kiss::D:pinch:
:(:shock::X:side::):P:unsure::woohoo::huh::whistle:;):s
:!::?::idea::arrow:
 
Please input the anti-spam code that you can read in the image.

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

Random Content

Joomla Template by younic Joomla & Webdesign based on a Design by Free CSS Templates and beezDivision