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China #2.14 In jedem Flieger sitzt ein weinendes Baby.

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China #2.14 In jedem Flieger sitzt ein weinendes Baby.

Monday, 04 October 2010 12:03 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00)

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Eine Aussage, an der es augenscheinlich nichts zu rütteln gibt. Und auch für Busfahrten trifft das zu. Ja, es ist ein Baby. Babys weinen. Aber das müssen sie doch nicht die ganze Zeit und aus lächerlichen Gründen wie Druckverlust, Luftlöcher, Schlaglöcher oder Vollbremsungen… Schlimmer als ein weinendes Baby ist dann aber noch die Mutter eines weinenden Babys. Denn die ist mit der Situation total überfordert und tut dann das, was man vielleicht nicht unbedingt tun sollte: Zurückschreien. Naja, iPod hilft da.
So geschehen ist es zum Beispiel auf dem Flug nach Chongqing. Chongqing ist geht so. Industriestadt mit steigender Bevölkerungszahl, in den Bergen am Yangze-Fluss gelegen und somit von der Fläche eingegrenzt, drum wird überall was dazwischen oder noch drauf gebaut, Luft ist schlecht und außerdem soll es ne Terroristenhochburg sein. Trotzdem gab’s ein paar schöne Ecken, wenn auch nicht so sauber. In einem Restaurant war das Klo besetzt. Von ner Ratte. Später begegnete mir das Vieh auch noch im Speisesaal. Ohne sich die Hände gewaschen zu haben…
Zwei Tage Chongqing reichten, dann ging’s mit dem Bus nach Langzhong, Minis Heimat. Langzhong hingegen ist sehr schön. An drei Seiten vom Fluss begrenzt, an der letzten von Bergen, wenige Hochbauten, gute Luft, kühleres Klima, Berge, Parks und so weiter. Die Mutter kümmerte sich vorbildlich um mich, Sorgen hatte ich absolut keine. Vormittags wurde man stets geweckt, da einige „Tanten“ (also Mitarbeiterinnen der Mutter) den „Mitarbeiter“ der Tochter (ich, offiziell) treffen wollten. Luden somit zum Essen ein. Meistens Feuertopf mit frischen Fischen aus dem Fluss. Sehr gut. Und nie bekam ich Magenprobleme, obwohl das bei Feuertopf eigentlich Tradition ist. Wenn neben den „Tanten“ auch noch „Onkel“ mit am Tisch saßen, wurde gebechert. Klar, der Deutsche trinkt ja gerne Bier. Und wenn es direkt nach dem Aufstehen ist. So gingen gerne mal innerhalb einer Stunde Essens 14 halbe Liter Humpen Bier weg, für 2,5 bis maximal 3 Trinker. Während die Onkel dann wieder mit dem Moped zur Arbeit fuhren, gab’s Sightseeing, abends luden abermals irgendwelche Tanten zu Speis und Trank. Es war eine sehr angenehme, unkomplizierte Woche, da die Thesis auch auf der Fahrt dorthin fertig geworden war, kam mit freiem Kopf endlich Urlaubsstimmung auf. Langzhong ist übrigens bekannt für seine Seide und für das tolle Trockenfleisch. Kein Wunder, dass anschließend mein Koffer mit Geschenken vollgepackt war.
Die Fahrt anschließend von Langzhong nach Chengdu, Hauptstadt Sichuans, war besonders toll. Das Busterminal stank schön stark nach Urin, nur der Mercedes-Bus, Geschenk von Kässbohrer an China, versprach von Außen, des Images wegen, viel. Aber Kässbohrer hatte noch ein paar Ersatzsitze mitgeliefert und die wurden artig zwischen die normalen Reihen geschustert, sodass der längste und dickste Mensch im Bus, ich, letztendlich in der engsten Reihe saß. Hinzu kam, dass der Sitz vor mir kaputt war und bei jedem Schlagloch die Lehne nach hinten sprang (also ein wenig, denn eigentlich wurde sie von meinem Knie gehalten) und hinter mir ein o.b. Baby saß. Das schrie nicht so sehr, hätte es aber mal. Denn die Mutter fühlte sich so darin bestärkt, dass ihre kläglichen Pfeifversuche das Kind beruhigten und ununterbrochen mit jedem Atemzug ein Zischen hervorbrachte. Nervtötend. Aber egal, iPod hilft und manchmal habe ich mich ihr angeschlossen. Weiterer Höhepunkt war natürlich die Lederimitation auf den Sitzen, die das Gesäß nur geringfügig atmen ließ und ich später in einer angenehm warmen Schweißbrühe saß. Die dreihundert Kilometer, runtergerissen in nur fünf Stunden, waren somit sehr wertvoll für das frisch aufgebaute Urlaubsfeeling.
Chengdu war wiederum geht so. Eigentlich toll, aber man hat alle Baustellenwerkzeuge aus Shanghai vom letzten Jahr importiert, so scheint es, denn einfach überall wurde gebaut; Straßen, Häuser, Parks, selbst unser Hostel. Dadurch sah man nicht nur deshalb so wenig, weil alles hinter Bauzäunen steckte, sondern auch, weil man kaum irgendwo hinkam. Mit dem Taxi haben wir eines nachmittags für drei Kilometer eine Stunde gebraucht, und das lange vor der Feierabendzeit.
Hätten wir es früher nach Chengdu geschafft, hätten wir bestimmt ein Angebot des Hostels, nach Tibet zu fahren, angenommen, aber so wurde die meiste Zeit mit Shopping und Ruhen verbracht.
Jetzt sitze ich in Dubai. Gerade gelandet, gleich geht’s weiter. Der Flug hierher war fantastisch, irgendwie wurde ich in die Business-Klasse versetzt. Hab mich zunächst wie ein Anfänger verhalten, als ich fragte, ob es noch eine zweite Reihe 10 gäbe. Hab dann auch gemerkt, dass jeder mich als Anfänger identifizieren konnte, weil bei meinem Sitz der weiße Kopf-Überzug plus die Flasche Wasser fehlten. Hab das Schamgefühl schnell mit ein paar Gläsern Schampus runtergespült, gefolgt von feinstem Wein. Roter. Gaumenschmaus. Blöd war nur die Italienerin neben mir, die die absolut bescheuerte Liebesromanze „Letters for Juliet“ gucken musste. Dreimal! Weil sie immer wieder eingeschlafen ist. Musste mir den Film einmal antun und selbst Mini als Frau fand ihn widerlich und übertrieben. Aber der Rotwein verhalf mir auch hier, aufkeimende Aggressionen ob dieser Bilder, zu denen ich jeden Dialog aufsagen könnte, zu unterdrücken. Das Essen war übrigens auch allererster Sahne!
Ein Baby hörte ich übrigens erst bei der Landung weinen. Irgendwo weiter hinten, in der Pöbelklasse.
So, Aufruf, ich soll zum Gate.
Macht’s gut, ihr Pappnasen!
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In those days when Chicago had barely 300,000 inhabitants, it was
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the management, adding ��What uncle says, goes always.�� In
the course of time, I understood the nephew��s loyalty; for Mr. Cotton
was really kindly and an able man of business. My duties as
night-clerk were simple; from eight at night till six in the morning, I was
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I set myself at once to learn the good and bad points of the hundred
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night tr...
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