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#037: 16.05. – 07.07.: „Semesterende vorm Semesterende.“

Tuesday, 01 November 2011 13:14 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00) | Written by Mirko

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Neben sämtlichen Vorlesungen müssen wir in diesem Studium pro Semester ein individuelles Projekt durchziehen. Zu Semesterbeginn gab es deshalb ein Treffen mit den Rahmenbedingungen und den Themenvergaben, bei dem abgemacht wurde, dass Ende des Semesters ein Kolloquium mit den Projektergebnissen abgehalten werden solle. Soweit, so gut. Die Frage, wann Semesterende sei, wurde mit „Mitte Juli“ beantwortet.
Soweit so gut. Mitte Juni sind dann auch sämtliche Vorlesungen verlesen und in meinem Kopf war der Plan verfasst, mich ausschließlich um das Projekt zu kümmern, ein Monat Zeit sollte da locker reichen. Aber erst einmal kann man ja den Prachtbuben in Shanghai besuchen für geschmeidige acht Tage.
Dass diese dann aber im Stress verbracht werden (selbstredend nur im gedanklichen Stress, äußerlich lass ich mir da ja nichts anmerken), liegt am Telefonat, das mich am Flughafen erreicht. Dort heißt es, dass das Kolloqium in 1,5 Wochen stattfinden würde. Gut, acht Tage Shanghai… dann hätte ich am Ende noch zwei Tage für das Projekt. Is n büschn wenig, aber ich hätte ja in Shanghai Zeit und bin ein Meister im 10-Finger-Tippen. Dennoch bin ich verärgert, da es ja „Semesterende“ hieß und nicht „ein Monat vor Semesterende“. „Ja, aber muss man schon vorher abgeben, sonst kriegt man keine Note!“ Chinesische Spontanität und Termin-Einhaltung, wie ich sie liebe!
In Shanghai bekomme ich nicht wirklich viel hin, dafür dann wieder in Xi’an. Ich bereite meinen Prof mental darauf vor, dass ich einen Vortrag halten könnte, der auch die Ergebnisse widerspiegeln würde, allerdings noch keinen ganz fertigen Bericht abgeben könnte. Stößt bei unserer Betreuerin nicht ganz auf Begeisterung, weshalb das Kolloquium gleich um eine Woche verschoben wird. Das wär dann auch ganz praktisch, denn dann könnten wir das Ganze gleich auch noch der deutschen Delegation von unserer Hochschule vorstellen. Ich verfluche mich für meine voreilige Entschuldigung und den daraus folgenden Konsequenzen, denn da ich nicht wirklich ein Vortragsmensch bin, hätten mir vier chinesische Profs locker gereicht. Studiengangsleiter und Rektor unserer deutschen Hochschule brauch ich da nicht auch noch extra.
Letztendlich geht aber alles gut, mein Bericht wird länger als die meisten Abschlussarbeiten chinesischer Kommilitonen und die Ergebnisse sind auch mehr als befriedigend. Selbst der Vortrag läuft einwandfrei. Ich bin ein Teufelskerl. Und schwupps habe ich gleich mehr als zwei Wochen früher Semesterende.

#038: 08.07. – 21.07.: „Deutschlehrer Mirko.“
Über Umwege erreicht mich ein Anruf eines ehemaligen chinesischen Studenten unseres Studiengangs, der jetzt eine Aupair-Vermittlung leitet. Er hätte da acht Studenten und Studentinnen, die Deutsch lernen, leider fehle ihm Mitte Juli für acht Tage die Zeit, diese zu unterrichten und er hätte da gerne einen Deutschen, der für die Zeit den Unterricht leitet.
Schon wieder soll ich mich vor ne Klasse stellen. Ich habe eigentlich keine große Lust dazu, mit zitternder Stimme und Achselschweißfluss zwei Stunden zu Reden, allerdings ist die Vergütung mit 200 RMB (mittlerweile so 23 Euro) pro Stunde (inkl. 10 Minuten Pause) zu gut und vor dem Urlaub geradezu angebracht. Man muss mich also nicht lange überreden, acht Wochentage à zwei Stunden kann ich wohl locker opfern.
Ich bereite mich mit Politik und Kultur gut vor, teile kindgerechte Texte aus, merke aber schnell, dass das sich zum Selbstläufer entwickeln würde. Meine Schüler sind sieben Damen und ein Herr im Alter zwischen 20 und 23 Jahren und gerade bei den weiblichen Geschöpfen komme ich gut an. Ich bin ja auch ein fescher Kerl. Wir kommen in meinem Plan also nicht ganz so schnell voran, da es sich meistens zu einer lustigen Gesprächsrunde entwickelt mit interessanten Fragen, die auch zum Teil an die Grenzen des Erlaubten gehen. So soll ich doch bitte mal die Vorteile einer Demokratie gegenüber einem Ein-Parteien-System erläutern (was ich recht diplomatisch löse…), werde gefragt, ob Abtreibungen in Deutschland zum einen teuer und zum anderen schmerzvoll seien (ich muss sie enttäuschen, dass ich persönlich noch keine Abtreibung mitgemacht habe, erst recht nicht am eigenen Leibe) und wie und wo man Präservative kaufen könnte (auch in China).
Am Ende ziehen wir die zwei Stunden ohne Pausen durch und ich mache unentgeltlich Überminuten. Zum Schluss stehen 3200 RMB zu Buche, ein paar Mittagessen mit meinem „Chef“ und viele kleine Geschenke meiner Schüler. Für einen weiteren Kurs im Winter bin ich ebenfalls fest eingeplant.

#039: 22.07. – 17.08.: „Sommerferien Part 1, Shanghai.“
Mein Engagement als Deutschlehrer ist beendet, Hausarbeiten und Projektbericht abgegeben, der Sommerurlaub steht also vor der Tür. Drum gilt es, noch einmal kräftig in Xi’an zu feiern, weshalb ich die ganze Baggage am Tag vor meinem Abflug noch einmal im Park Qin treffe. Da mir sowas schon schwante, hatte ich den Flug nach Shanghai extra auf nachmittags 16 Uhr gelegt, damit ich auf jeden Fall noch genügend Zeit hätte zum Packen und frisch werden.
Die gewähnte Sicherheit ist jedoch nur allzu trügerisch, wenn man den Weg ins Bett erst nach mehreren Tequila um sieben Uhr in der Früh findet. Dann kann es halt passieren, dass man erst um 13 Uhr durch Zufall erwacht. Das ist jener Zeitpunkt, an dem ich den Flughafenbus erwischen wollte. Schnell packen lautet nun die Devise. Leider ist die ganze Wäsche aber noch nicht so trocken, wie ich das gerne hätte, weshalb das Bügeleisen ausgepackt werden muss. So dauert dann auch das Packen eine gefühlte Ewigkeit und als mir beim Verlassen der Haustür dann noch am Hemd ein Knopf abfliegt und ich es wechseln muss, ist mir klar, dass ich auch den zweiten Flughafen-Bus um 14 Uhr verpassen würde. Ich gehe trotzdem zum Abfahrtsplatz, da dort immer noch andere Menschen warten und sich einige Taxis auf die schwarzen Touren zum Flughafen konzentriert haben. Leider stehen heute nur Taxis da und keine weiteren Passagiere, und die Fahrer dieser Taxis sind auch eher skeptisch, ob ich das noch pünktlich schaffen würde, da es nur noch 1,5 Stunden bis zum Abflug seien und es regnet, und wenn es regnet drehen die Leute hier hohl und brauchen alle einen fahrbaren Untersatz. Ich klopf meinem Fahrer auf die Schulter und sage, dass ich ihm voll und ganz vertraue und siehe da, als wir ankommen habe ich noch 25 Minuten zum Check-In. Das ist ja eigentlich auch kein Problem, wenn das nicht der Xi’an’er Flughafen sei. Nach 15 Minuten stehe ich immer noch in der Schlange und habe gezählt, dass in der Zeit vielleicht drei Passagiere einchecken konnten. Trotz Rest-Tequila in der Birne habe ich den Dreisatz schnell ausgerechnet und stelle fest, dass die wahrscheinlich keine 15 Leute in 10 Minuten hinbekommen. Am Notfall-Schalter ist die Schlange genauso lang, also beschwere ich mich am 1. Klasse-Schalter über die Lahmarschigkeit ihrer Kollegen und komm tatsächlich noch pünktlich dran. Nach dem Security-Check höre ich auch schon den Last-Call für meinen Flug und renne nach links, da ich zum Gate 17 muss und in der Ferne die 18 deutlich erkennbar ist. Aber nur, weil links ne 18 ist, heißt das noch lange nicht, dass daneben auch noch ne 17 ist. Es gibt nur noch 19, 20, 21… Gate 17 sei hingegen ganz rechts. Ich freue mich, einen weiteren Sprint durch den gesamten Flughafen zu unternehmen und dass ich letztendlich auch noch den Bus zum Flugzeug erwische. Das ganze jedoch stark schwitzend und außer Puste, ich frage mich auch wieder, warum ich überhaupt geduscht habe. Die Dankbarkeit für meinen Sprint folgt auch sogleich, da der Bus noch weitere 10 Minuten steht, bevor es zum Flieger geht.
In Shanghai bleibe ich dann spontan 4 Wochen, da die Mutter kommt, ich mehrere freie Zimmer zur Verfügung habe und dort mittlerweile einen recht großen Kreis an Freunden habe. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich alleine hin sollte.

#040: 18.07. – 28.08.: „Sommerferien Part 2, Vietnam.“
Der Prachtbub hat endlich sein Praktikum hinter sich und plante seit jeher, anschließend einen Abstecher nach Vietnam zu unternehmen. Da Shanghai mir mittlerweile auch wegen Schwüle zu schweißtreibend wurde, sage ich spontan zu und begleite ihn.
Vietnam ist wunderschön, die Landschaft hat mit Mehr, Strand, Dschungel, Mekong-Delta viel zu bieten, das Leben ist günstig, das Essen nicht so glutamatverseucht wie in China (ich bekomme nicht einmal Magenprobleme in der gesamten Zeit), die Menschen offenherzig und freundlich. Wir lassen uns zunächst in Ho-Chi-Minh-City (oder auch Saigon genannt) nieder und unternehmen zwischendurch einen Trip nach Vung Tao ans Meer. Da Torben sein ganzes Hab und Gut aus einem halben Jahr Shanghai mit sich rumzuschleppen hat, sind uns die typischen Rucksacktouristen-Touren etwas verwehrt, aber wer sagt denn, dass wir nicht wiederkommen würden. Bevor wir allerdings einen Rucksack-Trip unternehmen, sollte der Prachtbub noch etwas über die Kraft der äquatornahen Sonne lernen. „Ich will, dass alle in Deutschland denken, ich hätte ein halbes Jahr nur in Saus und Braus gelebt und nur Sonne getankt, so brauch soll ich werden,“ waren seine Worte, weshalb Sonnencrème zunächst überbewertet wird. Ich mahne und mahne, aber es geht ja gut. Zumindest die ersten eineinhalb Stunden. Dann ist er bereits krebsrot. Die nächsten Tage fällt das Tragen von Hemden bereits sehr schwer, an einen Rucksack ist da gar nicht mehr zu denken. Aber es verschafft ihm wenigstens einen Grund, sich intensiver um seine Abschlussarbeit zu kümmern.
Da Vietnam erst seit 20 Jahren von Touristen besucht wird, man darin aber eine sehr gute Geschäftsquelle gefunden hat, werden sehr viele Touristenführungen angeboten, deren Angebote unschlagbar günstig sind, wenngleich man natürlich Abstriche machen muss, da die vorgeführten Orte dann sehr stark touristisch sind. Ich mache eine Tour ins Mekong-Delta für zwei Tage alleine mit, die Cu Chi-Tunnel sehen wir zu zweit. Diese Tunnelsysteme wurden früher von den Vietkong genutzt, um die Amis zur Weißglut zu bringen. Jack der „Survivor, unser Gruppenführer war sichtlich stolz auf all die Hinterhalte und Fallen, die sich seine Landsleute ausdachten, um gegen das starke Geschütz des Feindes erfolgreich anzukämpfen, und das obwohl er während des Kriegs Übersetzer von amerikanischer Seite spielte. Generell geht man hier mit dem Thema Vietnam-Krieg trotz erheblicher Nachwirkungen recht „locker“ um, spricht vieles offen aus, mahnt und verzeiht dabei aber.
Alles in allem kann man von den Vietnamesen also von einem sehr netten Volk sprechen. Was wahrscheinlich etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind Töne und Aussprache, die zum Teil sehr quakend wirken. In Sachen Musik sind sie sehr viel toleranter, was das Treffen des Tons betrifft, da es einfach viel mehr richtige Töne gibt.

#041: 29.08. – 06.09.: „Sommerferienende?“
Aus Vietnam komme ich nur kurz zurück nach Xi’an. Hier habe ich erst einmal vier freie Tage (weil die ganzen Vorlesungen doch erst später beginnen), bevor ich endlich wieder in den Urlaub komme. Es stehen fünf Tage Sanya auf dem Programm, das den südlichsten Zipfel Chinas darstellt und mit Top-Stränden und bestem Seafood reizt. Rosy, einer Freundin aus Shanghai, hatte ich versprochen mit ihr dorthin zu fliegen, bevor sie zum Studium nach Europa geht. Und als Mann der Ehre halte ich meine Versprechen, auch wenn es in meine Vorlesungszeit fällt. Wie es der Zufall so will, klingelt natürlich gleich am ersten Morgen mein Telefon, ich ignoriere meine Betreuerin aber gekonnt und hoffe, dass mein Mitbewohner das irgendwie regeln kann und ne Ausrede für mich findet.
Dass wir erst nach den Ferien nach Sanya kommen hat den Vorteil, dass Stadt und Strände recht leer sind. Sanya gilt auch als russiches Mallorca, sodass die zweite Sprache in den Speisekarten nicht Englisch sondern Russisch ist, aber auch von denen tummeln sich eher wenige rum. Die Strände sind tatsächlich schön, das Meer türkies, Fisch und Krebs munden sehr und die Sonne sorgt für eine Extra-Portion Teint.
An einem Tag machen wir eine Tour mit, die Bootstour, Angeln, Tauchen und Grillen bietet. Mit einem kleinen Ausflugsboot werden wir erst zum Angeln an die Meeresmündung gefahren. Ich erangele einen Fisch der toll aussieht, allerdings nicht zum Verzehr geeignet ist, bevor mir Neopren-Anzug gereicht wird. Tauchgang sieht hier so aus, dass man die Ausrüstung zwar anbekommt, aber nichts selber steuern darf, sondern ein Tauchlehrer den Druck ausgleicht und einen durch das Meer schiebt. Zum normalen Taucher-Kodex zählt meines Wissens, dass man gucken, aber nicht anfassen sollte. Das ist hier ein bisschen anders. Man dürfte alles anfassen, außer den Tauchlehrer. Wir sollen sogar alles anfassen. Als ich mich erst weigere, presst mich der Tauchlehrer dann mit dem Körper gegen die Korallen, schließlich muss man sowas mal gespürt haben. Sollen sich die folgenden Generationen doch ihre eigenen Korallen suchen, oder die Korallen sich evolutionstechnisch weiterentwickeln und einfach härter werden!
Nach dem Tauchgang geht’s zu einem Hausboot, auf dem bereits gegrillt wird. Selbstredend gibt es keinen der gefangenen Fische, da die dann doch etwas zu klein sind. Nach dem Essen dürfen dann noch einmal alle, die zu geizig waren, die 20 RMB extra für den Tauchgang zu zahlen, zur selben Stelle fahren und schnorcheln.
Sanya ist insgesamt noch einmal sehr erholend. Genau das richtige vor einem hoffentlich anstrengendem Semester.
 

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Beijing die zweite - Tourismus auf Chinesische Art

Monday, 17 October 2011 09:14 | Last Updated (Monday, 17 October 2011 10:14) | Written by Administrator

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Dieses Wochenende ging es mit der Uni zum Taishan, auch ein heiliger Berg China's und wie man uns erzählte muss jeder Chinese einmal im Leben oben gewesen sein. 

Gut wie voll es dann da ist konnten wir nur erahnen, da wir zu dem Trip aber von unserer Uni eingeladen wurden, sagten wir natürlich nicht nein. Der Berg liegt so grob 500km südlich von Peking und wie es der Zufall so will direkt an einer Haltestelle des neuen Schnellzuges nach Shanghai, und damit nur 2 Stunden entfernt.

Angekommen am Zielort stand jedoch nicht der Aufstieg des Berges auf dem Plan sondern der gute alte Konfuzius der hier in der Nähe sich Tempel und Haus gebaut hatte und dann weils hier so schön war auch sein Grab errichten ließ. Die Tempel anlagen sahen aus wie eine kleine Kopie der verbotenen Stadt und da gaben uns sogar die Chinesen recht bei dieser Einschätzung, leider ist der Aha-Effekt solcher Gebäude so langsam verflogen. Dennoch gibt es hier Rituale die erwähnenswert sind.

1. Abgrabbeln von "heiligem" Dingen.

Ob Stein Knubbel oder Baum, wenn irgendwer behauptet, dass Ding bringe Glück fassen es alle Gerne an, Beispiel hier im Foto:


2. Räucherstäbchen oder diesmal die größere Variante, Rauchstäbe.

Sollen Glück bringen, gebetet würd für Glück und Geld, aber am liebsten für Geld....

3.  Touriführer-Fähnchen und die Rotkäpchen-Fraktion.

Weil der Chinese zumeist in Reisegruppen unterwegs ist, braucht er jemanden der vorne weg rennt und das Umland erklärt. Dafür bediehnt man sich eines Touriführers der ausgestattet mit einer Fahne um die Gruppe anzuführen und gerne auch einem kleinen Lautsprecher, die Attraktionen mit der Mentalität einer Bandansage abspult.  

Und damit der Reiseführer seine Schäfchen wiederfindet, werden sie bei Bedarf mit tollen Kappen ausgestattet, damit Sie alle gleich aussehen...

 

Danach ging es ins Hotel und noch 2 mal zum Essen an diesem Tag. Für Arne und mich noch in eine Bar, der Rest der Austauschstudenten sowie die Lehrer mussten bei diesem von uns geplanten Programmpunkt leider passen weil es am nächsten morgen um 6:30 Frühstück gab und danach die Bergtour anstand. 

Endlich morgens kamen wir zum eigentliche Ziel des Aufluges, der heilige Berg. Mit ca. 1500m nicht der höchste anscheinend dennoch der wichtigste, bestimmt auch weil Konfuzius hier seine Finger mit im Spiel hatte. Die Aufstiegsoptionen hatten wir ausreichend diskutiert da diese wie folgt waren: 

  • Entweder 2 Stunden hoch + Seilbahn + 2 runter,
  • oder 2 Stunden hoch + Seilbahn + Bus zurück
  • oder 6 Stunden hoch und 6 Stunden runter (geht aber nicht weil die Zeit nicht reicht)...

Naja wir entschieden uns für 6 Stunden hoch + Seilbahn runter... Stellten aber mit erstaunen fest dass die erste Hälte des Trips in etwas über einer Stunde geschafft was, und wir nach grob 2:50 Stunden den Gipfel erreichten. Unser Professor war sogar noch 20 min schneller weil er ohne pause für Fotos und trinken hochlief. Auf die Frage woher den der eklatante Zeitunterschied käme meinte er, er hätte für die Damen der Reisegruppe gerechnet von denen schafften es in der Tat eine nur mit Seilbahnhilfe, eine nur bis zu Hälfte und die schwedische Austauschstudentin zu Fuß in 3-4 Stunden.

Los ging es für uns mit dem Kauf der typischen roten Gipfelstürmer-Kopfbänder, womit Arne und ich aber alleine blieben, weil die Chinesen dafür kein Geld mehr ausgeben.

 

Auf dem Berg dann der Schock, dass man auch dank der inzwischen 2 Seilbahnen sich der Touristenmassen angepasst hat, und ein ganzes Dorf bestehend aus Restaurant, Touriläden und Hotels hochgezogen hat.

Von Bergidylle und Stilleman wieder weit und breit keine Spur, es sei denn man läuft auf einem Pfad wo zweideutiges Schild auf dessen eventuelle Sperrung hinweist.

Nachdem wir alle Gipfel erklungen hatten kam die Zeit für den technisch erleichterten Abstieg, also die Seilbahn. Danach noch die Heimfahrt 1. Klasse (Fehler beim Ticketkauf) und die benötigte Bettruhe Zuhause um 9 Uhr Abends, das wars. 

 

 

 

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Beijing die Erste

Monday, 17 October 2011 08:48 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00) | Written by Administrator

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Also, Arne und ich sind ja wie beschrieben nun an der "anderen" Uni angekommen und haben uns den Alltag eingerichtet.

Dazu gehören die 2 nagelneuen Fahrräder (bei Arne ist das hintere Schutzblech undicht und damit nicht regengeeignet Lächeln), der Kühlschrank den wir in einer Art chinesischer Sperrmüll-Webseite gebraucht gekauft haben und unser lila-Sofa, das extra in der von uns gewünschten Breite gefertigt wurde. 

Das Campusleben hat auch schon seine Routinen und Berühmtheiten die ich mal im folgenden Beschreiben will. 

Der Laden:

Wie bei jeder anständigen chinesischen Uni gibt es einen Campus-Laden der die notwendigen Dinge des studentischen Lebens vorrätig hält. Getränke, Snacks, Schokolade und Bier. Wie Arne 4 Wochen lang vergebens versucht hatte mich zu überzeugen gibt es bzw. gab es im Campusladen als er im Januar hier war auch Ritter-Sport-Schokolade. Da diese aber importiert werden muss und im Hochpreissegment für chinesische Studenten eher ungeeignet ist, war ich versucht ihm das nicht abzunehmen. Heute aber welch wunder hatte der Laden tatsächlich Nachschub bekommen und wir haben uns sofort damit eingedeckt. Die Mannschaft des Ladens hatte übrigens als erste auf dem ganzen Campus gemerkt dass wir nicht beißen und freuen sich mehrmals täglich wenn wir vorbeikommen. 

Der Sportplatz:

Kleiner Trost für die Freizeit des sonst tristen Studentenlebens war zumindest in Xi'an der Sportplatz wo man sich in den Landestypischen Paradesportarten Tischtennis, Federball und Basketball beweisen kann. Dem hiesigen Exemplar fehlt zu unseren großen Verwunderung jedoch ein entscheidendes Extra, nähmlich jemand der Abends das Licht anschaltet. Deswegen lässt die Menge der Benutzer und der Spaß Abends zu wünschen übrig. Dafür haben wir hier, auch wenn wir regelmäßig ihn mit den Studenten des Sportunterichtes teilen müssen, einen Tennisplatz auf dem wir unsere neu erworbenen Tenniskünste und die 6€ Schläger austesten können. 

Die Stalkerin:

Eigentlich sollte man sie nicht zum Inventar zählen aber so irgentwie haben wir das Gefühl sie ist so allgegenwärtig wie die Wächterin an der Eingangstür unseres Wohnheimes. Die Geschichte fing damit an das ich im Laden von einer angesprochen wurde die gerne ihr englisch verbessern wollte. Soweit sogut und weil sie die erste war die sich getraut hatte uns anzusprechen gab ich ihr meine Handynummer – 1. Fehler!

Soweit sogut, SMS schreiben ist ja auf dauer auch anstrengend also wollte Sie meine QQ-Nummer (QQ ist sowas wie Skype für Chinesen, wer das nicht hat ist in China kein richtiger Bürger, warscheinlich haben mehr Leute eine QQ Nummer als einen Reisepass...) - 2. Fehler, da es ein Weg mehr war auf dem Sie uns nerven konnte. 

Der Einladung mittags mit Ihr und ihren Freundinnen und uns Essen zu gehen kamen wir auch noch nach - 3. Fehler!

Aus diesen Fehlern entwickelte sich ein eher anhängliches Verhalten, á la "meine Freunde sind alle in den Ferien heimgefahren, keine will mit mir Essen gehen (auf deutsch Sie will mit uns...)" oder die angewohnheit das wir Sie wir zufällig beim rausgehen aus dem Campus treffen. 

Letztens stand sie vor dem Campusladen als wir gerade was zum Essen kaufen wollten, blieb davor stehen bis wir mit dem Einkauf fertig waren, und kam dann aus heiterem Himmel auf die Idee wir könnten doch jetzt übern Campus spazieren gehen (nee danke!). 

Die beste Story war aber immernoch als wir dieses Wochenende mit der Uni einen Ausflug machten und zum Spaß ihr glaubhaft versicherten wir wären heimgeflogen. Ich sagte noch zu Arne hoffentlich treffen wir die frühstens Montag damit das Gerücht noch etwas hält, aber wir hatten gerade den ersten Fuß in den Campus gesetzt und wer kommt uns entgegen??? Das kann doch alles kein Zufall sein, andere Menschen treff ich hier einmal und dann 3 Wochen nicht... 

Naja ich werde mal schaun was das nächste ist hehe, sodenn....

 

 

 

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Wir sind wieder hier...

Tuesday, 04 October 2011 10:43 | Last Updated (Tuesday, 30 November 1999 00:00) | Written by Administrator

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Wir sind wieder hier,

also Arne und Philipp, bieten Mirko in China moralische Unterstützung und erkunden mal die 2. (oftmals vergessene) Partnerhochschule der HdM. Um es exakt zu beschreiben ist es das Beijing Institute of Graphic Communication. Dieses befindet sich im Süden von Peking und damit weit entfernt unserer alten Heimat, dafür gibts hier neues zu entdecken und seien wir mal ehrlich, China ist wenn auch nicht immer doch sehr oft überall gleich. Soviel erstmal von hier und noch ein nettes Bild aus dem Urlaub, bald gibts dann wieder mehr. Cheers aus Beijing!!

 

 

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Letzte Episoden von der Insel

Wednesday, 06 July 2011 15:04 | Last Updated (Wednesday, 06 July 2011 15:48) | Written by Administrator

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Meine Zeit in England ist rum... Grund genug mal kurz Resumé zu ziehen oder abzurechnen.

Wie könnte es anders sein zeigte sich das Land in den letzten Tagen nochmal von seiner besten wie auch seiner schlechtesten Seite. Und wenn wir schonmal dabei sind fangen wir mit dem schlechten an, oder meinem Lieblingsthema - Technik in England...

Für meinen Heimflug hatte ich die unglaubliche Idee Geld zu sparen und vom Provinzflughafen London-Gatwick abzufliegen. Das dieser Flughafen den Charme einer Lagerhalle hat wäre alleine ja noch garnicht so schlimm wäre nur der Weg zum Flughafen nicht so beschwerlich. Auf den ersten Blick sieht das noch gut aus, da es eine Regionalbahn gibt die ohne Umsteigen von meinem Heimatort zum Flughafen fährt. Da mein Flieger um 7:30 ging und 1,5h für den Weg draufgehen musste ich den Zug um 4:30 Uhr nehmen, soweit so gut. 

Die Rechnung hatte ich aber ohne meine "Health & Safety" vernarrten Engländer gemacht. Wie üblich wurde das Gleis geändert, und in England macht man das so, dass man den Zug erst einfahren lässt auf der falschen Position, dann sich wundert dass dort keine Fahrgäste stehen, dann merkt das man falsch ist, und zu guter letzt das Problem per Durchsage behebt. Kannte ich schon und auf der Suche nach einem funktionierenden Cola-Automaten war ich durch Zufall schon auf dem falschen bzw. dann richtigen Gleis. 

Die Bahn fuhr die erste Strecke auch ganz gut, abgesehen davon dass eine von 6 Türen in meinem Waggon sich nicht öffnen lies. Weder mich noch die 3 anderen Reisenden die zum Flughafen wollten störte das sonderlich, wohl aber den Zugchef und seinen Freund den Chaffner. Anstatt wie die deutsche Bundesbahn dieses Problem professionell mit einem Kugelschreiber, einem Blatt Papier und einem Stück Tesa zu lösen (daraus macht mann einen Zettel mit der Aufschrift "Tür defekt"), hielt der gute Herr nach einer Weile einfach im Bahnhof an und drückte geschlagene 20 min auf irgentwelchen Knöpfen herum. Der Erfolg war eher übersichtlich und daraufhin wurden wir in den Nachbarwaggon evakuiert, weil es ja gefährlich ist in einem Waggon zu sitzen in dem die Tür nicht tut. Mit kräftiger Verspätung ging es weiter, bis zu nächsten Station. Denn bis hierhin hatte sich der Lokführer überlegt, dass er unter solchen Umständen schon aus Prinzip nicht arbeiten will und stellte den Zug entgültig ab. Wir mussten umsteigen und kamen deutlich zu spät für die meisten am Flughafen an. Für mich reichte es gerade noch. Mal wieder unglaublich...

Auch wenn wir in Deutschland Klimaanlagen und Weichentechnik bei zu hoher oder zu niedriger Temperatur nicht im Griff haben, lassen wir uns von so kleinen Pannen bei weitem noch nicht aus dem Konzept bringen. In England zeugt dieses Beispiel von der desolaten technischen Verfassung des Landes, von der ich noch viel mehr gesehen habe. In der Uni wurden 5 Heizlüftern pro Raum aufgestellt anstatt das Heizungssystem in Ordnung zu bringen, 10 cm Schnee bringen England dem kompletten Stillstand nahe und der Feueralarm im Wohnheim wird jede Woche einmal für 10 Sekunden getestet weil man Angst hat er könnte kaputt sein. Weis der gute Mensch auf die Frage was der Quatsch soll nicht weiter, bleibt die Standartausrede für allen den Schwachsinn "it's the law...". Die Wasserhähne transportieren warmes und kaltes Wasser lieber nur getrennt und im Badezimmer diehnt eine Schnur als Lichtschalter weil man gegen Stromschläge isolieren will... von Straßen U-Bahnen und Aufputzleitungen ganz zu schweigen, auch davon dass jede Steckdose einen eigenen Ausschalter besitzt, Elektrizität ist ja wie bereits erwähnt Teufelszeug!!! (Deswegen wurden auch meine Bestrebungen einfach alle Steckdosen immer angeschaltet zu lassen von einer mysteriösen Macht jede Nacht aufs neue zu nicht gemacht...).

 

Kommen wir zum schöneren Teil meines Wochenendes, (und das ist ja was wir in Erinnerung behalten...)

Samstag und Sonntag vor meiner Abreise ging es nach Bournemout im Süden Englands an den Strand und das kann man ernsthaft als gelungenen Abschiedstrip bezeichnen. Nicht nur dass es hier tatsächlich schonen Sandstrand gibt, auch das Wetter zeigte sich mit strahlendem Sonnenschein von seiner England untypischen Seite. Sonnencreme steht ja meist wesentlich weiter unten auf der Packliste für Englandreisende als z.B. ein Regenschirm. Gut leider hatten mehrere Leute die gleiche Idee wie wir daher war der Strand recht voll aber alles in allem genau die richtige Aktion für die letzten Tage. Apropo letzte Tage, am Sonntag davor, dem gefühlt ersten schönen Tag im Jahr machten wir noch einen Abstecher nach Oxford, auch dort ist es eigentlich ganz schön. 

Fazit eines Jahres: In England ist alles deutlich älter und längst nicht so durchgeplant wie bei uns. Die technischen Irrwege fallen hauptsächlich den Deutschen und sonst fast niemanden auf. Das Landesmotto "Keep calm and carry on" führt warscheinlich dazu das viel mehr hingenommen als verbessert wird, ist also nicht gerade hilfreich.  Charme und schöne Orte muss man sich suchen, kann man aber durchaus finden. Über meine beste Aktion während des Jahres verrate ich an dieser Stelle nichts, das ist so genial dass ich mir das für später aufhebe...

Back to the future - zurück nach Deutschland ;-) 

 

 

P.S. Achja und dann bald weiter nach China...

 

 

 

 

 

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